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Außergewöhnliche Bank in der Innenstadt

Sie wiegt mehr als 1.000 Kilogramm und ist seit Kurzem neuer Bestandteil des Cyriakus-Kirchplatzes: Eine fünf Meter lange Baumbank aus Roteiche lädt ab sofort zum Verweilen ein. Hergestellt wurde sie von den Mitarbeitern des RVR-Betriebs Ruhr Grün auf dem Forststützpunkt Heidhof. Die zwei Botschaften auf der Bank fallen dabei sofort auf: „Diese Menge Holz wächst in den städtischen Wäldern Bottrops in ca. fünf Stunden“, lautet die eine Aussage. „Das Bottroper Stadtgebiet umfasst ca. 30.000 Bäume auf städtischen Flächen“, heißt es auf der anderen Seite des langen Holzes.

„Die Stadt bewirtschaftet 30.000 Bäume an Straßen, in Parks, auf Friedhöfen und Schulhöfen“, sagt Umweltdezernent Klaus Müller. „Sie sind bereits fast vollzählig in unser digitales Baumkataster eingepflegt, so dass die Bürgerinnen und Bürger jeden Standort einsehen können. In der Stadt Bottrop gibt es natürlich noch mehr Bäume, etwa in privaten Gärten sowie innerhalb der großen Waldflächen."

© InnovationCity ManagementKlaus Müller (r.) und Christoph Schüle machen sich ein Bild von der neuen Baumbank, die noch mit einer Plakette versehen wird.

Klaus Müller hat sich gemeinsam mit Christoph Schüle, Quartiersmanager der Stadt Bottrop, ein Bild von der neuen Baumbank gemacht. „Die auffällige Sitzgelegenheit ist an diesem zentralen und belebten Ort an der Cyriakus-Kirche genau richtig platziert“, urteilt Müller. Christoph Schüle berichtet ihm von den Hintergründen des Roteichenholzes: „Wir wollten im Quartiersmanagement gerne darstellen, was in Bottrop im Bereich der Klimaanpassung bereits passiert ist – wie viele Bäume es also zum Beispiel gibt und wie viel Holz in dem 370 Hektar großen städtischen Wald in Bottrop jeden Tag wächst.“ Schüle, der selbst aus dem Süden Deutschlands stammt, hatte sich von einer Aktion inspirieren lassen, die 2011 zum Internationalen Jahr der Wälder in Stuttgart durchgeführt wurde.

Darum sind Bäume so wichtig

Bei der Bekämpfung des Treibhauseffekts spielt Wald eine entscheidende Rolle: Er entzieht der Atmosphäre Kohlenstoffdioxid und bindet ihn. Die Speicherung verlängert sich, wenn das Holz von Bäumen für Häuser oder Möbel verwendet und der enthaltene Kohlenstoff festgesetzt wird. Zudem ersetzt Holz Materialien, die auf Basis endlicher Rohstoffe hergestellt werden. Die nachhaltige Bewirtschaftung heimischer Wälder sorgt dafür, dass nicht mehr Holz geerntet wird als nachwächst. „Als Faustformel kann man sagen, dass ein Hektar Wald pro Jahr etwa 13 Tonnen speichert“, erklärt Quartiersmanager Schüle. Für Bottrops 370 ha große städtische Waldfläche ergibt sich daraus ein jährlicher Speicher von 4.810 Tonnen CO2.

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