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Geld für gute Nachbarschaftsideen

Maike Dymarz koordiniert 19 Quartiersbüros

© Stadt BottropAnnabell Schnücker von der AWO (v.l.), Maike Dymarz, Renate Palberg, Klaus Müller Nora Schrage-Schmücker du Stefanie Hugot Leiterin der Koordinierungsstelle integrierte Stadtentwicklung freuen sich über die Aufwertung der Stadtteilarbeit.

Bottrop stärkt die Quartiersarbeit. Baudezernent Klaus Müller stellte jetzt während eines Pressegespräch zwei Neuerungen vor. Mit 15.000 Euro werden Ideen zur Verbesserung des Wohnumfelds gefördert und mit Maike Dymarz steht in der Koordinierungsstelle integrierte Stadtentwicklung (KIS) eine Ansprechpartnerin bereit, die die Arbeit der insgesamt 19 Quartiersbüros koordiniert.

Kirchen, Gewerkschaften, Parteien und Stammlokale hätten in den vergangenen 20 Jahren an gesellschaftlicher Bedeutung verloren, so Klaus Müller. So dass Quartierbüros immer häufiger die Aufgaben einer nachbarschaftlichen Begegnungsstätte übernehmen, in denen über die Belange der Stadtteile geredet wird.

Das Konzept geht auf. Die Quartiersbüros stoßen auf zunehmende Akzeptanz. Allerdings sind sie oft von befristeter Förderung abhängig. Um die Erfolge nach Ablauf der Förderperiode nicht zu gefährden, soll rechtzeitig gegengesteuert werden. „Ehrenamt braucht Hauptamt“, sagte Renate Palberg, Vorsitzenden des Sozialausschusses. Auf Initiative der SPD wurde die Koordinierungsstelle eingerichtet und der Verfügungsfonds bereitgestellt.

Mit bis zu 1.500 Euro werden Ideen einzelner Initiativen gefördert. Kooperationsprojekte erhalten bis zu 2.000 Euro. Es seien bereits erste Projektanträge eingereicht worden, so Maike Dymarz. Aus Kirchhellen kommt die Idee, eine Boulbahn anzulegen.

Gefördert werden Projekte, die einen direkten Bezug zum Stadtteil haben und nichtkommerziell sind. Dabei dient der Fonds insbesondere der Förderung von neuen Ideen für ein gemeinsames Miteinander im Quartier und richtet sich an ehrenamtlich und bürgerschaftlich Engagierte, die sich für die Stärkung der sozialen Teilhabe und des gesellschaftlichen Zusammenlebens in den Stadtteilen einsetzen.

Bis zum 1.Oktober ist Zeit, Förderanträge zu stellen. Gibt es für die erste Runde nicht genug Ideen, wird die Frist bis Dezember verlängert. Ab dem nächsten Jahr soll jeweils am 1. April und am 1. Oktober über die Vergabe der Fördermittel entschieden werden. Eine Jury aus den Bezirksbürgermeistern und Mitarbeitern städtischer Ämter entscheiden dann, welche Projektideen unterstützt werden.

Maike Dymarz ist Ansprechpartnerin für die Quartiersbüros. Eine weitere Aufgabe der 32-jährigen ist es, zwischen einzelnen städtische Ämtern zu vermitteln. Nach ihrem Studium der Geografie sowie Stadt- und Regionalentwicklungsmanagement hat sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Projekt über Migration und Integration von Flüchtlingen der Evangelischen Kirche mitgearbeitet.

Nora Schrage-Schmücker ist Leiterin des Quartiersbüros „Nachbar schafft Klima“ auf dem ehemaligen Prosper-III-Gelände. Sie freut sich über die Aufwertung der Nachbarschaftsarbeit. „Bei den Bürgern schlummert viel Potential. Durch die Förderung können sie jetzt größer denken“, sagte sie. Standen bisher nur deutlich kleinere Beträge zur Verfügung, könne man sich jetzt gemeinsam versuchen größere Projekte umzusetzen. Eine Idee, die man mit den Verfügungsfonds umsetzen will, ist der Kauf von Gartenmöbeln, die dann an Besucher des „roten Platzes“ verliehen werden.

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