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"Bottroper Weihnachtszauber" auf dem Ernst-Wilczok-Platz fällt wegen Corona aus

Trotz aller Bemühungen und intensiver Gespräche mit den städtischen Behörden finden die Veranstalter der Firma "4point events" keine Lösung für den bisherigen Weihnachtsmarkt auf dem Ernst-Wilczok-Platz. Für die Aussteller in der übrigen Innenstadt werde mit Hochdruck an individuellen Lösungen gearbeitet.

Geselligkeit stand immer im Vordergrund beim beliebten Markt auf dem historischen Platz vor dem Rathaus. Freunde treffen, Glühwein trinken und eine schöne Zeit verbringen - am Liebsten eng aneinander in der kalten Jahreszeit. Aber genau das geht in Coronazeiten nicht.

Die Hürden sind riesig: Sitzplatzpflicht beim Verzehr, Abstand halten, Kontaktverfolgung gewährleisten und und und..., stellt "4point events" fest. Der Platz hingehen sei viel zu klein, um den Weihnachtsmarkt in seiner bisherigen oder auch in einer deutlich abspeckten Version zu realisieren. Wie könnte schließlich verhindert werden, dass zu viele Menschen in die Stadt kommen? Zudem sind Veranstaltungen mit einem vornehmlich geselligen Charakter laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW schlichtweg verboten.

Gesundheitsschutz hat oberste Priorität

Einen "Bottroper Weihnachtszauber" ohne Geselligkeit? Das ist nicht nur für "4point events" kaum vorstellbar. Anglühen oder Abglühen? Absolut undenkbar für alle Beteiligten. Denn die Sicherheit und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger haben allerhöchste Prämisse für die Veranstalter sowie die Stadtverwaltung.

Daher haben sich die Veranstalter der Firma "4point events" gemeinsam mit dem städtischen Kulturamt darauf verständigt, in diesem Jahr den "Weihnachtszauber" auf dem Ernst-Wilczok-Platz nicht stattfinden zu lassen.

Zu groß ist die Sorge vor einem lokalen Ausbruchs. Und was in Gänze fehlt in diesen Zeiten ist Planungssicherheit. Jederzeit kann jegliche Planung durch ein erhöhtes Infektionsgeschehen zunichtegemacht werden.

Einen Weihnachtsmarkt nur mit Kunst und Handwerk und ohne Speis und Trank wäre zwar theoretisch eher genehmigungsfähig, aber leider nicht finanzierbar, erst recht nicht über sechs Wochen. Denn bisher wurden gerade diese Aussteller durch die Verzehrangebote quersubventioniert, betont Stephan Kückelmann für die Veranstalter.

Natürlich wurden und werden sogar noch immer Alternativkonzepte erarbeitet und noch habe man einen Funken Hoffnung, dass unter Umständen ein weihnachtlicher Wintergarten auf dem Platz vor dem Rathaus umsetzbar sein könnte. Doch man sei nicht naiv und möchte den Bottroperinnen und Bottropern sowie insbesondere auch den vielen Ausstellern nun eine realistische Einschätzung der Lage mitteilen.

Optimismus und Vorfreude wolle man nun nicht mehr streuen. Zu aussichtslos erscheint es, eine Lösung zu finden, die den Besuchern sowie Ausstellern in diesem Jahr gerecht wird und dennoch alle geltenden Vorschriften und Auflagen ordnungsgemäß einhält.

Auch Eisstockschießen undenkbar

Im vergangenen Jahr feierte das Eisstockschießen in Bottrop Premiere. Zwei Bahnen sollten fortan ein fester Bestandteil des "Weihnachtszaubers" sein. Sportveranstaltungen mit einem überwiegend geselligen Charakter sind jedoch nach aktueller Verordnung nicht erlaubt. Ohne Publikum und die Möglichkeit, untereinander auf den Sieg anzustoßen, fehlt jedoch der halbe Spaß.

Individuelle Lösung für einzelne Aussteller

Auf etwas weihnachtliche Stimmung und Angebote in der Innenstadt muss Bottrop voraussichtlich dennoch nicht verzichten. Die Veranstalter wollen weiterhin alles daransetzen, gemeinsam mit den zuständigen Stadtämtern für die Händler vom Altmarkt sowie der Hansastraße individuelle Lösungen zu finden. Denn einzelne Kinderfahrgeschäfte, Bratwurst- oder Süßwarenstände könnten die Auflagen am ehesten erfüllen. Vorstellbar ist überdies, bisherigen Ausstellern vor dem Rathaus alternativ Freiflächen in der übrigen Innenstadt anzubieten. Auch hier müsse jedoch jeder Umzug einzeln geprüft werden.

Nikolausmarkt und "Open House"

Die Planungen zum vom Kulturamt alljährlich organisierten Nikolausmarkt auf dem Kirchplatz sowie zur Veranstaltung "Open House" in der Cyriakus-Kirche laufen noch auf Hochtouren. Städtischerseits sind die Verantwortlichen zuversichtlich, dass mindestens "Open House" mit einem entsprechenden Hygiene- und Infektionsschutzkonzept stattfinden kann. Hinsichtlich des Nikolausmarktes wage man zum aktuellen Zeitpunkt noch keine Tendenz einzuschätzen.

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