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Stadtarchiv bietet Fahrt zum Jüdischen Museum Dorsten an

Anmeldungen sind ab sofort möglich

Seit 1996 wird der 27. Januar in Deutschland offiziell als „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“, als so genannter „Holocaust-Gedenktag“, begangen. Am 27. Januar 1945, also vor 75 Jahren, wurden die Überlebenden des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz von russischen Soldaten befreit. Auschwitz steht wie kein anderes Konzentrationslager als Symbol für den millionenfachen Mord vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. Auch in Bottrop wird dieses Thema nicht vergessen. Regelmäßig wird mit Veranstaltungen und Projekten daran erinnert, dass auch aus Bottrop jüdische Bürgerinnen und Bürger deportiert und auch im KZ Auschwitz ermordet wurden.

In diesem Zusammenhang bietet das Bottroper Stadtarchiv am Samstag, dem 25. Januar 2020, eine gemeinsame Fahrt zum Jüdischen Museum in Dorsten an. Vor einigen Monaten wurde es nach einer grundlegenden Umgestaltung der Dauerausstellung neu eröffnet. Während einer fachkundigen Führung wird den Besuchern das Museum, in dem jüdische Religion und westfälisch-jüdische Geschichte eindrucksvoll dokumentiert werden, näher gebracht. Zudem werden beispielhaft jüdische Lebenswege anhand von Lebensgeschichten westfälischer Juden vom Mittelalter bis zur Gegenwart vorgestellt. Die Besucherinnen und Besucher können die vielfältige Geschichte und die Traditionen des Judentums zudem selbst aktiv entdecken.

Ein besonderes Exponat der Dauerausstellung ist der so genannte „Bottroper Bücherfund“, ein im Jahr 1989 entdeckter Weidenkorb mit etwa 150 jüdischen Büchern und Zeitungen, der Jahrzehnte lang auf dem Dachboden des Hauses in der Kirchhellener Straße 46 stand, in dem die Familie Dortort lebte. Einzig der Sohn Josef überlebte den Holocaust, während seine Familienangehörigen deportiert und ermordet wurden.

Die Kosten für Eintritt, Führung und Fahrt mit dem ÖPNV betragen pro Person insgesamt um die 15 Euro. Eine vorherige Anmeldung im Stadtarchiv ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist (Tel.: 02041/ 70-3754). Hier erhalten Interessierte auch nähere Informationen zur Fahrt mit dem ÖPNV.

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