Kokerei Prosper
Kohleveredelung am Standort Bottrop hat eine internationale Spitzenstellung. Die Kokerei Prosper produziert 2 Millionen Tonnen Koks bei einem Umsatz von ca. 300 Millionen Euro pro Jahr (Zahlen aus 2005). Koks, Gas und hochwertige Stoffe zur industriellen Weiterverarbeitung sind die Produkte der Kokerei. Sie entstehen in insgesamt 146 Koksöfen, in denen Kohle unter Luftabschluss circa 25 Stunden bis auf 1.100 Grad Celsius erhitzt wird. Rund 7.500 Tonnen Kohle verarbeiten die Öfen am Tag und wandeln den fossilen Brennstoff zu 75 Prozent in Koks und zu 25 Prozent in Gas und Kohlenwertstoffe um.
Verwendet werden kann in der Kokerei nur Kokskohle. Sie ist fast doppelt so teuer wie Kohle, die zur Stromerzeugung verwendet wird. 30 Prozent der auf Prosper verkokten Kohle wird daher importiert, vornehmlich aus Australien, Kanada und den USA. Hauptabnehmer für den Koks sind die Hüttenwerke. Das gewonnenen Rohgas wird noch in der Kokerei weiterverarbeitet, denn es liefert Wertstoffe wie Teer, Benzol und Ammoniak. Hauptabnehmer für das Gas ist die Eon-Ruhrgas AG. Jedoch benötigt die Kokerei rund 40 Prozent des erzeugten Gases selbst. Mit ihm werden die Koksöfen beheizt.
Seit mehr als 200 Jahren gehört die Kohleveredelung zur Wertschöpfungskette rund um die Steinkohle. Benannt wurde die Kokerei nach dem Namen des Landesherren der Veste Recklinghausen: Prosper Ludwig von Arenberg. Am heutigen Standort im Stadtteil Welheim ging die erste Kokerei 1928 in Betrieb. Als neue Zentralkokerei ersetzte sie damals einige alte Kokereien im Stadtgebiet. Die Planung für eine grundlegende Modernisierung des Kohle- und Koksbereichs begann 1982. Den Abschluss der zweiten Baustufe bildete die Inbetriebnahme der dritten Koksofenbatterie am 17. Juli 1989.
Heute ist Prosper mit ihren ca. 460 Mitarbeitern die zweitgrößte Kokerei in Deutschland. In Verbindung mit den Aufträgen an zahlreiche Unternehmen und der Nettokaufkraft durch Löhne und Gehälter ist unter anderem die Entwicklung der Stadt Bottrop nachhaltig geprägt worden.
Neben Effizienz im Herstellungsverfahren legt die Deutsche Steinkohle AG (DSK) großen Wert auf eine hohe Umweltverträglichkeit des Produktionsprozesses. So investiert das Unternehmen schon seit den achtziger Jahren erhebliche Mittel zum Schutz von Flora und Fauna. Darüber hinaus überprüft das Unternehmen alle Einrichtungen, insbesondere die zur Vermeidung von staub- sowie gasförmigen Emissionen und von Lärm, regelmäßig auf ihre Wirksamkeit. Dazu gehört auch die ständige Anlagenoptimierung, um zum Beispiel Prozesswärme einer energetisch sinnvollen Nutzung zuzuführen.
Anschrift: Prosperstraße 350 46238 Bottrop Tel.:02041/14-0 Fax: 0241/14-6203(29.03.2006)
Weitere Infos im WWW:
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www.rag-deutsche-steinkohle.de
Homepage der RAG






