Förderung für die fünf besten Studienanfänger
Vor fast genau einem Jahr beschloss die nordrhein-westfälische Landesregierung die Errichtung einer der drei neuen Fachhochschulen in Mülheim an der Ruhr und Bottrop. Nur 12 Monate später ist der Betrieb bereits in vollem Gange. Am Dienstag, 17. November, vergab die Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr gemeinsam mit dem Förderverein die ersten fünf Stipendien des NRW-Stipendienprogramms.
Bekommen hatten die Förderung Jeannette Böhning, Chantal-Geraldine Böhning und Jacob Orth (Energiesysteme / Energiewirtschaft, Campus Bottrop) sowie Tobias Wolter und Dominik Sander (Maschinenbau, Mülheim).
Jedes Stipendium beläuft sich auf 300 Euro monatlich und wird für zwei Semester gezahlt. Die Basis legten mit 150 Euro pro Stipendium die Mitgliedsunternehmen des Fördervereins. Das Land steuerte die zweite Hälfte bei. Das NRW-Stipendium wird unabhängig vom Einkommen der Eltern vergeben und nicht auf das BAföG angerechnet. Ausgewählt wurden die Stipendiaten durch die Hochschule Ruhr West nach ihren bisherigen Leistungen. Ausschlaggebend war in diesem Jahr der Notendurchschnitt der Hochschulzugangsberechtigung. Im nächsten Jahr wird ein Teil der Stipendien an Studienanfängerinnen und -anfänger, ein Teil an Studierende auf Basis ihrer Studienleistungen vergeben.
Prof. Dr. Eberhard Menzel, Präsident der Hochschule Ruhr West, freut sich über die erfolgreiche Vergabe der Stipendien und die großzügige Unterstützung seitens der Wirtschaft:"Mit Hilfe des Fördervereins und seiner Mitgliedsunternehmen ist es uns gelungen, die vom Land zur Verfügung gestellten fünf Stipendien des NRW-Stipendienprogramms durch Stiftungsgelder aus der Wirtschaft aufzufüllen. Wir hoffen, dass wir diese Zahl im nächsten Jahr verdoppeln können, um mehr Studierenden einen Anreiz zu bieten, gute Leistungen zu erbringen und sich für ein Stipendium zu qualifizieren. Dabei sind wir auf die Gegenfinanzierung durch Unternehmen oder private Stifter angewiesen"
Auch Heinz Lison, Vorsitzender des Fördervereins der Hochschule Ruhr West, lobt das Engagement seiner Mitgliedsfirmen:"Das Stipendienprogramm bietet unseren Unternehmen eine gute Möglichkeit, sich für die Ausbildung des qualifizierten Nachwuchses einzusetzen und talentierte Studierende zu unterstützen. Der Förderverein wird sich dafür engagieren, dass die Hochschule Ruhr West auch im nächsten Jahr wieder eine größere Anzahl an Stipendien zur Verfügung stellen kann und sich dieses Instrument der Förderung dauerhaft etabliert."
Jeanette Böhning, Studentin der Energiesysteme und Energiewirtschaft an der Hochschule Ruhr West am Campus Bottrop, ist von dem heute verliehenen Stipendium begeistert:"Für mich bedeutet das Stipendium sehr viel. Ich habe mein Abitur erst relativ spät gemacht, Nachhilfe gegeben und gekellnert. Durch die monatliche Förderung muss ich nun weniger arbeiten und kann mich besser auf mein Studium konzentrieren."
"Ich kann das Geld aus dem Stipendium gut gebrauchen", sagt auch Dominik Sander, Student des Maschinenbaus an der Hochschule Ruhr West in Mülheim an der Ruhr. "Ich werde mir davon zuerst ein Notebook kaufen, dann ein paar Studienmaterialien und hoffe, dass ich mir am Ende des Semesters vielleicht sogar ein paar Tage Urlaub gönnen kann."
Über das NRW-Stipendienprogramm:
Nordrhein-Westfalen fördert bisher als einziges Bundesland gemeinsam mit Unternehmen oder privaten Stiftern begabte Studierende mit dem NRW-Stipendienprogramm. 1.400 Studierende erhalten bereits ab dem Wintersemester 2009/2010 im Rahmen des NRW-Stipendienprogramms eine finanzielle Förderung. Das nordrhein-westfälische Stipendienprogramm soll ein konzentriertes und erfolgreiches Studium ermöglichen.
Das Ziel: jungen Talenten, unabhängig vom Einkommen der Eltern, den Weg an die Hochschulen zu ebnen. Während das BAföG nach Bedürftigkeit bezahlt wird, belohnen diese Stipendien in erster Linie die Begabung. Das heißt das NRW-Stipendium wird völlig unabhängig vom Einkommen der Eltern vergeben und außerdem nicht auf das BAföG angerechnet.Den fördernden Unternehmen - insbesondere kleineren und mittelständischen Betrieben - bietet das Stipendienprogramm einen neuartigen Rahmen dafür, sich nachhaltig für die Ausbildung des qualifizierten Nachwuchses zu engagieren. In Absprache mit der Hochschule können sie sich an der Ausgestaltung des Programms beteiligen und beispielsweise Stipendien für besonders nachgefragte Studiengänge ausloben.
(18.11.2009)


