Modernste Maschinen für Studierende

Der Lehrbetrieb der Fachhochschule in Bottrop beginnt am 21. September. Dies hat der Gründungspräsident der Hochschule Ruhr West Eberhard Menzel während einer Informationsveranstaltung im Lichthof des Berufskollegs angekündigt. Rund 120 Besucher kamen ins Berufskolleg, um sich über die ersten Schritte und die geplante Entwicklung der Fachhochschule in Bottrop zu informieren.
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Gründungspräsident Eberhard Menzel (rechts) stellt im Berufskolleg das Konzept der Hochschule Ruhr West vor.

Zunächst startet der Studienbetrieb in einem Provisorium. Mit 40 Studierenden beginnt der Unterricht in Räumen des Berufskollegs. In drei Jahren soll dann der Neubau zwischen Hans-Sachs-Straße und der Straße "An der Berufsschule" fertig sein. In dem dann 500 junge Menschen Energiesysteme und Energiewirtschaft studieren. "Im Endausbau werden 800 bis 900 Studierende in Bottrop sein", sagt Menzel.

Die Hochschule Ruhrgebiet West (HRW) wird gleichzeitig in Mülheim betrieben. Dort sollen 2.000 Studierende unterrichtet werden. Menzel rechnet damit, dass bis zu 4.000 Studenten die Hochschule besuchen werden.

Die Informationsveranstaltung diente vor allem dazu, Schulabgänger für die neue Hochschule zu interessieren. So betonte Oberbürgermeister Peter Noetzel den zentralen Standort. "Die Studierenden müssen nicht auf die grüne Wiese", sagte Noetzel. Zudem erhalten die Studierenden eine Ausbildung, die eng an den praktischen Bedürfnissen der Beriebe vor Ort gekoppelt ist, so dass schon während des Studiums ein enger Kontakt zu möglichen Arbeitgebern entstehen kann. Noetzel lobte den ambitionierten Zeitplan der FH-Leitung, die erst im Mai dieses Jahres mit der Arbeit begonnen hat und insgesamt ein halbes Jahr Zeit hat, an zwei Standorten den Hochschulbetrieb aufzunehmen.

Für die Studierenden habe die Gründungsphase der Fachhochschule einige Vorteile, betonte der FH-Präsident Menzel. Die Bewerbungsfrist für das erste Wintersemester wurde bis zum 30. September verlängert. Für ein Studium an der HRW fallen keine Semestergebühren an. "Gebühren können wir nur verlangen, wenn wir die Qualität der Lehre verbessern. Wir starten aber auf einem hohen Niveau", so Menzel. Den Studenten versicherte er: "Sie bekommen die modernsten Maschinen, die Sie sich vorstellen können." Die Begeisterung für die neue Fachhochschule wird lediglich durch den provisorischen Beginn im Berufskolleg gebremst. Da im September nur 40 Studierende beginnen können, gibt es für das Fach "Energiesysteme und Energiewirtschaft" einen Numerus Clausus, der bei etwa 2,4 liegt. Aber auch diesem Manko gewinnt Menzel etwas Positives ab. Durch die unmittelbare Nähe zum Berufskolleg könne er bei den Schulabgängern für HRW werben.

Sehr zufrieden ist Eberhardt Menzel mit der Zusammenarbeit mit dem Rathaus. "Wir fühlen uns in Bottrop gut aufgehoben. Von der Stadtverwaltung und der Wirtschaftsförderung wird alles getan, die Fachhochschule zum Erfolg zu bringen", sagt Menzel.

(03.07.2009)



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