Städtekooperation will Wasserstofftechnologie fördern

"h2-netzwerk-ruhr" gegründet. Kompetenz auf dem Sektor der Energieerzeugung soll gestärkt werden.
Banner "h2-netwerk-ruhr"

In Bottrop haben sich am Mittwoch (11.03.2009) vier Städte zusammengeschlossen, um zukünftig verstärkt Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik in der Region zu fördern. Ausgehend davon, dass das Ruhrgebiet traditionell eine Region der Energiewirtschaft war, will man erreichen, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Allerdings setzen die Städte für ihre Zukunftsstrategie auf neue Energieträger, denen man angesichts der globalen Klimakrise große Zukunftschancen einräumt.

Neben den vier Städten sind auch die Emschergenossenschaft, die WiN Emscher-Lippe und die Wirtschaftsförderung metropoleruhr mit im Boot. Sie gründeten jetzt einen Zusammenschluss in Form eines eingetragenen Vereins mit dem Titel "h2-netzwerk-ruhr", der seinen Sitz in Herten erhält. Symbolträchtig wurde diese Vereinigung in den Räumen der ehemaligen Lohnhalle der Zeche Arenberg-Fortsetzung gegründet.

"Wir beginnen damit bereits umzusetzen, was sich bei unserem örtlichen Projekt zum Zukunftsstandort Bottrop als Handlungsempfehlung herausstellt. Und das ist Bottrop als Standort der Energiewirtschaft mit dem Schwerpunkt Wasserstofftechnologie zu entwickeln", sagt Technischer Beigeordneter Bernd Tischler. Bei diesem Vorhaben sei es sehr sinnvoll, sich in der Region mit anderen Städten zu vernetzen, die ähnliche Kompetenzfelder zu bieten haben.

Foto Gründungsmitglieder
Großbildansicht Vertreter der vier Städte und regionale Akteure auf der Gründungsveranstaltung - darunter Technischer Beigeordneter Bernd Tischler (3. von rechts) und Bürgermeister Klaus Strehl (2. von rechts).

Die Ausgangsposition sei gut. Mehrere Unternehmen entwickeln in der Region Brennstoffzellen. In Bottrop und Herten wird Wasserstoff regenerativ hergestellt, industrieller Wasserstoff kommt per Pipeline aus Marl, Duisburg stellt mit dem Zentrum für Brennstoffzellen-Technologie Know-how zur Verfügung. Unter dem Namen Hychain betreibt die Region bereits eine brennstoffzellengetriebene Fahrzeugflotte. Dies ist europaweit einmalig.

Eine Weltwasserstoffkonferenz, die vom 16. bis zum 21. Mai 2010 in Essen stattfindet, soll 2.000 internationalen Besuchern diese Kompetenz vorführen. Der Verein " h2-netzwerk-ruhr" wird sich daran beteiligen. Zunächst gilt es aber für weitere Mitglieder zu werben, denn der Verein will wachsen, da er sich über Mitgliedsbeiträge finanziert. "Je mehr Mitglieder wir sind, umso professioneller können wir auftreten", sagt Hertens Bürgermeister Dr. Uli Paetzel. "Die städteübergreifende Zusammenarbeit klappt außerordentlich gut. Auch in Zukunft werden verschiedene Projekte gemeinsam finanziert und durchgeführt werden."

(13.03.2009)