Projekt "Zukunftsstandort Bottrop" ist gestartet

Bottrop sucht nach neuen Chancen, um die Wirtschaftskraft der Stadt zu stärken. Dafür hat sich jetzt die Lenkungsgruppe des Projektes "Zukunftsstandort Bottrop" konstituiert. Gemeinsam mit Verwaltung und Politik will die Unternehmensberatung Prognos AG Potentiale ausloten, mit denen der Strukturwandel nach Ablauf der Kohleförderung vorangetrieben werden kann.

Dezernent Paul Ketzer (links) und Oberbürgermeister Peter Noetzel legten den Rahmen für das Projekt "Zukunftsstandort.Bottrop" während der konstituierenden Sitzung fest.

Die Prognos AG wird den Prozess bis Ende 2009 betreuen, nachdem das Projekt im April in der Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses angestoßen wurde. Die Lenkungsgruppe setzt sich aus dem Verwaltungsvorstand, den Fraktionsvorsitzenden bzw. Sprecher(inne)n der Ratsparteien sowie Vertretern des Wirtschaftsförderungs- und des Planungsausschusses zusammen.

Das Projekt "Zukunftsstandort.Bottrop" versucht, die wirtschaftlichen und sozialen Rahmenbedingungen für eine positive und zukunftsorientierte Entwicklung der Stadt langfristig zu verbessern. Ein zentrales Anliegen ist es dabei, die Akteure der Stadt aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in den Prozess zu integrieren, da sie es sind, die nachhaltig den Erfolg des Projektes sichern können.


Die Ziele des Projektes setzen an den langfristig entscheidenden Themen an:


Bis Anfang Februar 2009 wird Prognos Ziele formulieren, die mit dem Projekt "Zukunftsstandort.Bottrop" erreicht werden können. Einige Parameter stehen bereits fest. "Bekannt ist, dass wir eine hohe Zahl an Berufs-Pendlern haben, dass das Durchschnittsalter der Bevölkerung hoch ist und dass unser Hebesteuersatz hoch ist", sagt Bürgermeister Klaus Strehl, der das Ergebnis der ersten Sitzung der Lenkungsgruppe gemeinsam mit Oberbürgermeister Peter Noetzel und Sabine Wißmann von der Wirtschaftschaftsförderung während einer Pressekonferenz vorstellte.

Peter Noetzel sieht mit den anstehenden Gutachten viel Arbeit auf die Politik und Verwaltung zukommen. "In der Bewertung der Analyse wird nichts beschönigt", so der Oberbürgermeister. Bei der Bewältigung der Aufgaben sollen Akteure aus allen Bereichen Bottrops einbezogen werden. "Wir wollen deren Meinungen einbeziehen und sie als Multiplikatoren nutzen", sagt Peter Noetzel. Bottrop als Zukunftsstandort zu erhalten und auszubauen sei eine Gemeinschaftsaufgabe. Sabine Wißmann kündigt an, dass neben der Lenkungsgruppe auch ein Beirat geschaffen werden soll. "Mit dem Beirat wollen wir die Wirtschaft und die Gewerkschaften einbinden", sagt Sabine Wißmann und hofft dass das Projekt durch Ideen und Meinungen gestärkt werde.

Das Projekt "Zukunftsstandort.Bottrop" möchte Unternehmen in ihrer Entwicklung unterstützen, die Chancen der Bevölkerung im Berufsleben verbessern und die Qualität der Stadtlandschaft entwickeln. Wichtig ist es zudem, Organisationsstrukturen zu schaffen (z.B. Träger, Vereine, Initiativen, etc.). Sie sind es, die dauerhaft die Entwicklung Bottrops in der Zukunft begleiten können.

Neben den organisatorischen und terminlichen Fragen sowie einem ersten Einblick in die laufenden Analysen standen die nun Statements der Lenkungsgruppe und die Projektziele im Zentrum der ersten Sitzung. Oberbürgermeister Peter Noetzel als Vorsitzender der Lenkungsgruppe und Oliver Lühr als Projektleiter der Prognos AG führten durch die Sitzung.

Die weitere Vorgehensweise sieht vor, im Februar die zentralen Aktionsfelder zu benennen. Darauf aufbauend soll dann im Frühjahr und Sommer 2009 der Masterplan für den "Zukunftsstandort Bottrop" ausgearbeitet werden. Neben den 14-tägigen Treffen der Projektsteuerungsgruppe sind im neuen Jahr weitere Sitzungen des Lenkungskreises, die Initiierung eines Beirates und eine Zukunftskonferenz im Juni vorgesehen.

(02.12.2008)