Neuer Rechner verbessert Verkehrslenkung

In Bottrop ist im Rahmen des Projektes Ruhrpilot ein neuer Verkehrsrechner beschafft und eingerichtet worden. Er soll die Möglichkeiten der Verkehrssteuerung verbessern. Sowohl die Stadt Bottrop als auch das Projekt Ruhrpilot profitieren von der höheren Rechnerleistung.

Installiert und in Betrieb ist der Verkehrsrechner schon. Tiefbauamtsleiter Dirk Laumeier, Mitarbeiter Christoph Overlack und Benno Hense von der Ruhrpilot Besitzgesellschaft stellten die neue Technik am Mittwoch, 12. August 2009 der Öffentlichkeit vor. Vor allem schnellere Reaktion auf Ausfälle von Ampelanlagen, eine verbesserte Verkehrssteuerung und genauere Daten für Planungsvorhaben sind der Vorteil der neuen Anlage.

Von Links: Dirk Laumeier (Leiter des Tiefbauamts) sein Mitarbeiter Christoph Overlack und Benno Hense von der Ruhrpilot Besitzgesellschaft
Großbildansicht Von Links: Dirk Laumeier (Leiter des Tiefbauamts) sein Mitarbeiter Christoph Overlack und Benno Hense von der Ruhrpilot Besitzgesellschaft

Der neue Verkehrsrechner bietet der Stadt Bottrop die Möglichkeit, Betriebszustände der Ampelanlagen im Stadtgebiet zu überwachen und somit schnell auf übermittelte Störungen zu reagieren. Angeschlossen sind 84 der insgesamt 122 Ampelanlagen im Stadtgebiet. Bei den verbleibenden 40 Anlagen ohne Anschluss war aufgrund ihrer Lage eine Vernetzung mit dem Rechner nicht möglich.

Der neue Rechner im Betriebsraum bei der Stadt Bottrop.
Großbildansicht Der neue Rechner im Betriebsraum bei der Stadt Bottrop.

Fehlermeldungen werden durch ein automatisches Störmeldesystem übermittelt und können so schneller behoben werden. Auch verkehrstechnisch gesehen bietet der neue Verkehrsrechner umfassende Funktionen, so können beispielsweise Verkehrsabläufe mit spezieller Software analysiert und durch Anpassungen weiter optimiert werden.

Die an den Ampelanlagen erfassten Daten werden außerdem nicht nur im neuen Verkehrsrechner der Stadt Bottrop ausgewertet sondern fließen zugleich an den zentralen Ruhrpilot-Rechner. Er ermittelt zusammen mit den Daten der anderen angeschlossenen Kommunen die derzeitige Verkehrslage im Ruhrgebiet. Bereits heute können sich Verkehrsteilnehmer der Ruhrgebietskernstädte Bochum, Dortmund, Essen und Gelsenkirchen vor Antritt der Fahrt einen Überblick über die aktuelle Verkehrslage auf den wichtigsten Bundes-, Landes- und innerstädtischen Straßen verschaffen.

Seit dem Start von Ruhrpilot 2006 sind inzwischen die technischen Voraussetzungen für eine Ausweitung auf das gesamte Ruhrgebiet geschaffen worden. So wurden auch in Bottrop an strategisch bedeutsamen Punkten auf den verkehrswichtigen Straßen neue Ruhrpilot-Messstellen errichtet. 25 Messstellen sind es im Stadtgebiet von Bottrop, so genannte "Traffic Eyes". Sie registrieren mit Infrarottechnik, den Verkehrsfluss, die Verkehrsdichte, die Zusammensetzug des Verkehrs. Insgesamt wurden mehr als 600 neue Messstandorte in der Metropole Ruhr installiert. Die Ruhrpilot-Messstellen fungieren jedoch weder als Radarfalle oder Mautstelle noch können sie bewegte Bilder oder Autokennzeichen aufnehmen. Dazu sind die Geräte technisch nicht in der Lage.

Zu 80 Prozent finanziert wurden der neue Super-Computer und die Messstellen in Bottrop vom Bund und vom Land Nordrhein-Westfalen. Die Restkosten trägt die Stadt Bottrop. Das Investitionsvolumen beträgt ca. 480.000 Euro.

(12.08.2009)