Werksausschuss für Hallenbad-Neubau


Längsschnitt des geplanten Hallenbads: Deutlich sind die unterschiedlichen Tiefen der Becken zu erkennen.

Die Pläne für den Neubau eines Hallenbades an der Parkstraße haben die erste Hürde genommen. Der Werksausschuss Bottroper Sport- und Bäderbetrieb hat die Verwaltung beauftragt, noch vor Sommerpause einen Baubeschluss vorzulegen. Rund 5,9 Millionen Euro soll das neue Hallenbad kosten. Der Neubau wird nötig, da das bestehende Bad im Zuge der Überplanung des Berliner Platzes weichen muss.

Vor der Entscheidung erläuterte der Technische Beigeordnete Bernd Tischer das Vorhaben. So soll das neue Hallenbad sechs statt bisher fünf Bahnen haben. Mit einem 25-Meter-Becken ist das neue Hallenbad wettkampftauglich. Tischler, der auch für den Sport zuständig ist, hofft damit auf eine Bereicherung des Bottroper Sportlebens. Zur weiteren Ausstattung des Bades gehören außerdem ein Lehrschwimmbecken in der Größe 8,50 x 12,50 Mete und eine Tribüne für 150 Zuschauer. Für den Vereinssport sind eigene Räume von 30 Quadratmetern mit eigenem Zugang vorgesehen.
Mit einer Belästigung der Anwohner ist nicht zu rechnen. So wird die Bushaltestelle nicht direkt vor dem Hallenbad sein, sondern einige Meter entfernt an der Hans-Böckler-Straße vor der Dieter-Renz-Halle. Mit einem Wall werden die Anwohner vor dem Lärm des zu vergrößernden Parkplatzes geschützt.

Mit dem Neubau werden nach Berechungen der Stadtverwaltung jährlich rund 100.000 Euro Betriebskosten eingespart. Dies soll vor allem durch eine verbesserte Wärmeisolierung, eine Solaranlage und einem Brunnen zur Wassergewinnung erreicht werden.

Nach der Entscheidung des Werksausschusses werden jetzt Gespräche mit den Schwimmvereinen und den Stadtsportbund zur Feinplanung geführt. Der weitere Zeitplan sieht für Herbst eine europaweite Ausschreibung und die Vergabe im Dezember diesen Jahres vor. Baubeginn könnte dann Anfang 2007 sein. Als Bauzeit werden zwölf bis 13 Monate erwartet.
Draufsicht
Sechs Schwimmbahnen sind in dem neuen Hallenbad geplant. Der Gebäudetrakt mit den Umkleidekabinen grenzt an dem Jahnstadion.

Fotomontage
Aus der Vogelperspektive ist deutlich zu erkennen, dass eine Belästigung für die Anwohner nicht zu erwarten ist. Zwischen den zusätzlichen Parkplätzen und der Parkstraße wird ein Lärmschutzwall errichtet.

(07.04.2006)