Multifunktionalität mit Atmosphäre

Bürgeranregungen werden bei der Gestaltung des Berliner Platzes berücksichtigt
Computergrafik
Großbildansicht Die Verbindung zwischen Hansa-Zentrum und Neubau bleibt auf dem gleichen Höhenniveau wie der Platz.

Zahlreiche Bottroper haben Anregungen für die Gestaltung des Berliner Platzes gegeben. Bürgermeister Klaus Strehl, Vorsitzender des Stadtplanungsausschusses, und Hermann Hirschfelder, Vorsitzender des Wirtschaftsförderungsausschusses, stellten das daraus entstandene Konzept jetzt während einer Pressekonferenz vor. Leitlinie des neuen Berliner Platzes ist "Maximale Atmosphäre bei Wahrung der Multifunktionalität". Wochenmarkt und Kirmes sollen wie gewohnt stattfinden.

Drei Planungsbüros stellten im März ihre Ideen für den Berliner Platz öffentlich vor. Aus ihren Vorstellungen und den danach folgenden Anregungen wurde das Konzept entwickelt. Um den Platz grüner zu gestalten, wird die Freifläche von zwei Baumreihen flankiert. Ein weiteres Gestaltungselement ist Wasser. Es wird Wasserbecken geben, die vor den Stützen des Spangenbäudes angelegt werden. Das Spangengebäude verbindet das Hansa-Zentrum mit dem Neubau und wird von einem freistehenden Dach überspannt, das zum Teil auch über den Platz ragt. Um den Flaneuren und Café-Besuchern einen erhöhten Blick über den Berliner Platz zu bieten, ist unter dem freistehenden Dach ein kleines Podest vorgesehen. Die Wegeverbindung zwischen dem Hansazentrum und dem neuen Kauflandgebäude soll allerdinges ohne störende Treppenstufen ausgeführt werden. Auf Wasserspiele und Wasserrinnen wird verzichtet, um Stolperfallen zu vermeiden und den Wochenmarkt nicht zu stören.

Auch bei der Möblierung des Platzes wird darauf geachtet, dass die Fläche reibungslos für Veranstaltungen genutzt werden kann. So werden beispielsweise die Versorgungsstationen für die Marktstände mit anderen Einbauten kombiniert.

Beleuchtet wird der Platz durch ein multifunktionales Spiegelwerfersystem. Dabei wollen die Planer mit möglicht wenigen Masten auskommen und diese nur an den Rändern des Platzes aufstellen. Unklar ist noch, ob Bodenstrahler eingebaut werden können, um so den gesamten Platz auszuleuchten. Eine Entscheidung hierüber soll nach einer Prüfung erfolgen.

Besonders robust, unempfindlich und pflegeleicht muss die Pflasterung des Platzes sein. Mögliche Materialien sind geschliffener Naturstein oder Betonstein mit Beschichtung. Eine weitere Anregung der Bürger betraf die Stellplätze, da künftig nicht mehr auf dem Platz geparkt werden darf. Für Kurzzeitparker werden etwa zehn Stellplätze vor der Post eingerichtet. Versenkbare Poller sollen Autofahrer abhalten, auf dem Platz zu parken.

Im Juni treffen sich Planungsausschuss sowie Bau- und Verkehrssausschuss zu einer gemeinsamen Sitzung, um über das Gestaltungskonzept zu beraten. Bevor im Herbst in den Ausschüssen entschieden wird, soll das Konzept in einer Bürgerversammlung und im Behindertenbeirat vorgestellt werden.

(14.05.2007)