Bottrops City wurde aufgewertet

Stadt und private Invetoren verbesserten Einkaufsstandort
Osterfelder Straße Vogelperspektive

Im Herbst im Jahr 2000 rückten Bagger und Baumaschinen an, um die große Verkehrsachse in der Innenstadt umzugestalten. Die Bottroper Innenstadt wurde vor dem Umbau durch die breite Straße geteilt und es machte wenig Spaß, diese "Schneise" zu überqueren. Die City ist aber das Herzstück jeder Stadt, denn hier wird eingekauft und gebummelt.

Mit der Umgestaltung der Osterfelder Straße setzte die Stadt eines ihrer größten Baumaßnahmen und Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahrzehnte in der Innenstadt um.

Das Ziel der Planung war:


Aus diesem Grund wurde die Breite der Straße verringert und für beide Fahrtrichtungen durchgehend sichere und attraktive Radwege gebaut. Die Gehwege sind nun breiter angelegt. Eine Vorrangschaltungen an den Ampeln, neue Haltestellen und eine Busschleuse fördern heute den Busverkehr.

Nach dem Umbau gibt es nun mehr Bäume in der Innenstadt. Pferdemarkt und Altmarkt sind nun wieder großzügige innerstädtische Plätzen, die zum Ausruhen und Verweilen einladen.

Ein neuer Pavillon auf dem Pferdemarkt

Bestandteil der Umgestaltung der Osterfelder Straße ist die Errichtung eines zweigeschossigen Pavillons aus Glas und Stahl auf dem Pferdemarkt. Hier soll eine attraktive Restauration mit Außengastronomie entstehen. Der zukünftige Nutzer plant ein ganztägiges gastronomisches Angebot vom Frühstück bis zu Speisen und Getränken in den späten Abendstunden.

Zwischen Pavillon und Häuserzeile entsteht eine weit geschwungene Treppenanlage, die den Platz gliedert und Flächen für die Außengastronomie am Pavillon festlegt.

Chronologie

Die Idee, nördliche und südliche Innenstadt über die Innenstadtachse hinweg besser miteinander zu verbinden, geht zurück in die 1980er Jahre. Nach ersten Vorlagen für und Diskussionen in der Politik im Jahr 1994 beschließt der Ausschuss für Stadtplanung und Umweltschuss am 29.08.1997 das Konzept zur Umgestaltung der Innenstadtachse. In den folgenden Jahren wurden unter Beteiligung der Bürger und bei weiterer intensiver Behandlung in den zuständigen politischen Gremien die Ausführungspläne entwickelt, die zur Zeit umgesetzt werden.

Vor dem Straßenbau wurden vom RWW Wasserleitungen erneuert. Arbeiten am städtischen Kanalnetz wurden anschließend bis Mitte 2001 durchgeführt.
(Lediglich im Bereich Horster-Straße/Friedrich-Ebert-Straße muss noch ein Teil des Kanals erneuert werden. Der Verkehr auf der Friedrich-Ebert-Straße wird dabei aber nicht nennenswert beeinträchtigt werden. Ein defekter Kanal in der Peterstraße am Gleiwitzer-Platz wird in den nächsten Wochen innerhalb weniger Tage von innen saniert werden. Die Fahrbahn muss dort nicht mehr aufgebrochen werden.)

Im Frühjahr 2000 wurde der Straßenausbau europaweit ausgeschrieben; im Juli 2000 der Auftrag für die Straßenbauarbeiten an die Firma Teerbau, Niederlassung Bottrop erteilt. Von Herbst 2000 bis Ende 2001 erfolgte der Ausbau der Kreuzungen an den Enden der Ausbaustrecke. Dabei wurden die Kreuzung an der Friedrich-Ebert-Straße aufgrund der ungünstigen Bodenverhältnisse fast vollständig neu aufgebaut. Bis zum Frühjahr 2002 wurde dann die nördliche Hälfte des Ausbaubereichs fertiggestellt. Die südliche Hälfte ist inzwischen auch weitgehend fertiggestellt. In diesen Tagen wird im Bereich des ZOB während der Nachtstunden die Fahrbahn fertiggestellt. Weitere kleine Arbeiten folgen noch bis zum Herbst diesen Jahres.


Gehweg- und Fahrbahnaufbau

Der Umfang der neu angelegten Pflasterflächen beträgt rund 22.000 m² (entspricht etwa drei Fußballfeldern), der der Asphaltflächen rund 15.000 m² (entspricht etwa zwei Fußballfeldern). Die Gehwegflächen sind mit 16cm dicken Steinen und Platten ausgebaut worden. Das hat viele Bürger überrascht. Dieser Aufbau gewährleistet aber eine hohe Belastbarkeit beim Befahren durch Lieferverkehr und Schwerfahrzeuge, welche die Flächen bei Veranstaltungen befahren werden. Gerade Platzflächen werden sonst schnell auch schon von einzelnen solcher Fahrzeuge beschädigt, weil häufig auf engstem Raum rangiert werden muss.
Der vorhandene Aufbau erlaubt es, die neu gewonnenen großen Freiflächen in der Innenstadt tatsächlich flexibel zu nutzen. Hierzu trägt auch bei, dass die neuen Lichtstelen auf den Plätzen demontierbar sein werden.


Straßenbeleuchtung

An insgesamt 58 Standorten wurde das Leuchtenmodell "DL 500" als Straßenbeleuchtung gesetzt, teilweise mit zwei Leuchten an einem Mast. Nachts erfolgt, was für Bottroper Verhältnisse neu ist, der Betrieb der Straßenbeleuchtung energie- und lichtstärkereduziert. Das heißt, über ein Relais wird die Stromzufuhr so geändert, dass der Energieverbrauch zwischen 23 und 5 Uhr um ein Drittel reduziert wird, ohne dass Leuchten ganz abgeschaltet werden.
Die Plätze Pferdemarkt und Altmarkt werden teilweise von der Straßenbeleuchtung mit beleuchtet. In den Übergangsbereichen zum vorhandenen Ausbau werden auch wieder die bekannten Glockenleuchten eingesetzt.
Der Pflasterkreis am Altmarkt wird auf jeder Straßenseite mit jeweils 6 Lichtstelen und 15 blau leuchtenden Bodeneinbauleuchten optisch betont. Die gleichen Lichtstelen werden auch an der Treppe am Pferdemarkt (5 Stück) und auf der Platzfläche am Pferdemarkt (6 Stück) eingebaut.

Leitungen und Leerrohre: Im gesamten Ausbaubereich wurden rund 3,5 Kilometer Leerrohre für Beleuchtung und Datenleitungen verlegt. Sämtliche städtischen Leitungen für Beleuchtung und Verkehrstechnik wurden erneuert. Für Veranstaltungen entlang der Innenstadtachse sind Energieversorgungen am Pferdemarkt, bei Mensing und am Altmarkt eingerichtet.


Bäume

Gepflanzt werden insgesamt 93 Bäume, von denen eine ganze Reihe schon steht, der Rest wird im Spätherbst gesetzt. Dann sind entlang der Osterfelder Straße neu 61 Amberbäume, neun Hainbuchen (sechs am Trappenkamp, drei vor "Mengede"), sieben Eichen (alle am Altmarkt auf der "Tchibo"-Seite), sechs japanische Kirschen (vor der Sparkasse) und zehn Ahornbäume (in der Mittelinsel der Horster Straße in Höhe des Trapez) zu finden!
Die Bau- und Pflanzbeete, die zur Zeit noch fehlen, werden im Herbst zur Pflanzzeit kurz vor den Baumpflanzungen angelegt.

(16.05.2008)