Verwaltung stellt abgespeckten Bebauungsplan vor
Gärten bleiben bestehen / Anwohner lehnen Neubauten ab
Die geplante Bebauung der Brachfläche zwischen den Straßen Möddericher Straße, Kormannstraße und Paßstraße stößt bei den Anliegern auf großes Interesse. Während einer Bürgerversammlung haben Bürgermeister Klaus Strehl und Baudezernent Bernd Tischler die Pläne der Stadtverwaltung erläutert. Trotz einer abgespeckten Version lehnen die Anrainer jede Bebauung ab und unterstreichen ihre Position mit einer Liste mit etwa 200 Unterschriften, die an Bürgermeister Strehl überreicht wurde.
Bürgermeister Klaus Strehl (3.v.l.) und Baudezernent Bernd Tischler (4.v.l.) erläutern in der Bürgerversammlung den Bebauungsplan an der Möddericher Straße.
Bereits während einer Einwohnerfragestunde im vergangenen Oktober kritisierten die Anlieger im Rat die geplante Bebauung. Die Verwaltung nahm die Anregungen auf, und Bernd Tischler präsentierte jetzt das deutlich reduzierte Vorhaben. Es sind nunmehr neun Doppelhäuser mit 18 Wohneinheiten geplant. "Die Mietergärten bleiben unangetastet", sagt Bernd Tischler und betont damit, dass die wichtigste Forderung erfüllt sei. Eine weitere Sorge war, dass die Neubauten zu dicht an die bestehenden Gebäude heranrücken würden. Großzügige Freiflächen sollen nun für ausreichenden Abstand sorgen. Auch Kinderspielplätze und Treffpunkte für Erwachsene sieht der Entwurf vor. Zwölf Besucher-Parkplätze in dem Bereich sollen dazu beitragen, dass kein zusätzlicher Parkdruck in den umliegenden Straßen entsteht.
Bürgermeister Klaus Strehl wirbt in der Versammlung für den Verwaltungsplan. "Hier werden in einem zurückhaltenden Maßstab Zweifamilienhäuser gebaut", so Strehl. Er weist daraufhin, dass die Fläche bereits seit 1984 als so genanntes Bauerwartungsland ausgewiesen sei. Mit der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans in 2003 sei diese Einordnung bestätigt worden.
Während der Diskussion kritisierten die Teilnehmer der Bürgerversammlung die Planung als einen unzumutbaren Eingriff in ein Biotop. Vielmehr sollte angesichts der Feinstaubproblematik eine ökologische Aufwertung der Brache erfolgen. Unverständnis äußerten die Diskutanten darüber, dass Neubauten trotz leerstehender Wohnungen entstehen sollen. Sie zweifeln daran, dass es überhaupt ausreichenden Bedarf für zusätzliche Häuser gäbe.
Bernd Tischler erklärt, dass sich die ökologische Situation durch die Neuanpflanzungen verbessern werde. "Wir erhalten viel Grün und schaffen neues Grün", sagt der Baudezernent. Die Ausweisung von Neubauflächen sei notwendig, "um unsere schöne Stadt sinnvoll und behutsam weiterzuentwickeln". Auch Klaus Strehl hält eine "vernünftige und ausgeglichene Planungspolitik" für notwendig, um die Einwohnerzahl zu halten und für junge Familien einen attraktiven Wohnort zu bieten.
Zum weiteren Vorgehen erklärt Klaus Strehl, dass die Anregungen aus der Bürgerversammlung in die Beratung der politischen Gremien eingehen. Ende Oktober werden die Pläne öffentlich ausgelegt, so dass erneut Anregungen eingebracht werden können. Bevor der B-Plan 5.10/4 endgültig rechtskräftig wird, erfolgt im Frühjahr 2009 eine so genannte Offenlage. Dann besteht erneut die Möglichkeit, Einwände gegen den Plan zu erheben.
Während der Diskussion kritisierten die Teilnehmer der Bürgerversammlung die Planung als einen unzumutbaren Eingriff in ein Biotop. Vielmehr sollte angesichts der Feinstaubproblematik eine ökologische Aufwertung der Brache erfolgen. Unverständnis äußerten die Diskutanten darüber, dass Neubauten trotz leerstehender Wohnungen entstehen sollen. Sie zweifeln daran, dass es überhaupt ausreichenden Bedarf für zusätzliche Häuser gäbe.
Bernd Tischler erklärt, dass sich die ökologische Situation durch die Neuanpflanzungen verbessern werde. "Wir erhalten viel Grün und schaffen neues Grün", sagt der Baudezernent. Die Ausweisung von Neubauflächen sei notwendig, "um unsere schöne Stadt sinnvoll und behutsam weiterzuentwickeln". Auch Klaus Strehl hält eine "vernünftige und ausgeglichene Planungspolitik" für notwendig, um die Einwohnerzahl zu halten und für junge Familien einen attraktiven Wohnort zu bieten.
Zum weiteren Vorgehen erklärt Klaus Strehl, dass die Anregungen aus der Bürgerversammlung in die Beratung der politischen Gremien eingehen. Ende Oktober werden die Pläne öffentlich ausgelegt, so dass erneut Anregungen eingebracht werden können. Bevor der B-Plan 5.10/4 endgültig rechtskräftig wird, erfolgt im Frühjahr 2009 eine so genannte Offenlage. Dann besteht erneut die Möglichkeit, Einwände gegen den Plan zu erheben.
(26.09.2008)


