Vom Hinterhof zum Vorgarten
Land und Emschergenossenschaft vereinbaren Zusammenarbeit
Welche Erwartungen mit der Vertragsunterzeichnung verknüpft sind, machten Kinder der Grundschule Welheimer Mark deutlich. In einem Relief modellierten sie aus Ton welchen Zustand die Emscher gegenwärtig hat und was sie sich für den Fluss wünschen.
Mit der Welheimer Mark haben Minister Wittke und Emschergenossenschaftsvorstand Stemplewski einen exemplarischen Stadtteil an der Emscher für die Unterzeichnung ausgewählt. Oberbürgermeister Peter Noetzel wies darauf hin, dass der Welheimer Mark vor einigen Jahren noch als Stadtteil ohne Entwicklungspotential galt. Dies habe sich geändert. Sowohl Bürger, als auch Unternehmen identifizieren sich mit dem Stadtteil und lassen sich mit eigenen Anstrengungen in den Erneuerungsprozess einbinden. "Das Wir-Gefühl wurde gestärkt", sagte Peter Noetzel und betonte dabei die besondere Aufgabe der Stadtteilbüros.
Etwa zwei Milliarden Euro wurden bislang für die Renaturierung der Emscher ausgegeben. Dieses Investitionsprogramm sei ein Motor der Regionalentwicklung, sagte Jochen Stemplewski: "Die Zukunft des Ruhrgebiets liegt an der Emscher." Mit der Pflichtaufgabe der umweltgerechten Abwasserentsorgung, entstehe die Chance, Bauprojekte beiderseits des Flusses zu realisieren. Die ehemals "schwatte" Emscher werde vom Hinterhof zum Vorgarten, sagte Stemplewski.
(09.10.2006)

