Reiseimpressionen in abstrakten Bildern

Portrait
Großbildansicht Jutta Gattermann zeigt 21 Bilder im Bürgerbüro.

Jutta Gattermann lässt die Betrachter ihrer Bilder allein. "Ich kann nicht vom Betrachter verlangen, die gleichen Assoziationen zu haben, wie ich", sagt die Bottroper Künstlerin bei der Eröffnung ihrer Ausstellung im Bürgerbüro. "Ohne Titel" benennt sie alle ihre Bilder, die abstrakte Formen zeigen.

Die Bilder von Jutta Gattermann wirken wie ein verträumter Blick durch ein Fenster in eine andere Welt. Durch eine besondere Maltechnik bekommen ihre Bilder eine Tiefe, die den Blick in das Zentrum lenkt, im dem sich ein dreidimensionaler Raum zu öffnen scheint. Dieser Eindruck entsteht durch das Übereinanderlegen mehrerer Farbschichten. Bei ihrer Lasurtechnik legt sie bis zu 20 Farben übereinander, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Wann ein Bild fertig ist, lasse sich nicht immer genau vorhersagen. "Es kann sein, dass ich ein Bild nach zehn Jahren hervorhole und weiter daran arbeite. Die Leinwand sagt mir, was ich zu machen habe", so Jutta Gattermann.

Dennoch geht die Bottroperin sehr bewusst an ihre Arbeiten heran. "Die Arbeit im Atelier ist ein intellektueller Prozess", sagt sie. Ihre Bilder sind das Ergebnis eines langen Prozesses. Die im Bürgerbüro gezeigten Bilder haben ihren Ursprung in ausgedehnten Fernreisen. Mit Malstiften und Skizzenbuch ausgerüstet sammelt sie Eindrücke ihrer Reiseziele. Bereits darin sind Stimmungen eingearbeitet, die sich von einer gegenständlichen und naturalistischen Darstellung lösen. Im Bottroper Atelier wird der Verarbeitungsprozess der Reiseeindrücke weiter verarbeitet und es entstehen dort die Bilder, die nun im Rathaus zu sehen sind.

21 Werke hängen im Bürgerbüro, die seit 2006 entstanden sind. "Impressionen" nennt Jutta Gattermann die Bilderreihe und gibt damit einen Hinweis auf ihre Reiseeindrücke. Im nächsten Jahr kommen neue Impressionen hinzu. Im Januar wird die Künstlerin drei Monate lang durch Südost-Asien reisen.

Die Bilder sind während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros bis zum 14. Januar zu sehen.

(29.07.2010)



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