Museum Quadrat vor 25 Jahren eröffnet

Großer Festakt mit Bush und Kohl

Das Museum Quadrat feiert am Sonntag seinen 25-jährigen Geburtstag. Mit einem großen Festakt am Sonntag (29.06.2008) um 11 Uhr im Museum, will die Stadt an die feierliche Eröffnung vor 25 Jahren erinnern. Zugleich eröffnet am Sonntag die Ausstellung "Farbe Material, Raum - Donald Judd und Josef Albers". Damit würdigt das Museum zugleich auch das Werk eines Künstlers, auf den das Schaffen Josef Albers eine herausragende Bedeutung hatte.

George Bush (sen.), Ernst-Wilczok, Anni Albers.
Großbildansicht George Bush (sen.) im Quadrat. Im Hintergrund sitzend: Oberbürgermeister Ernst-Wilczok und Anni Albers.

Das Museum wurde am 25. Juni 1983 der Öffentlichkeit übergeben. Diese feierliche Übergabe traf auf eine internationale Resonanz. Rund 800 Gäste, darunter der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl und der amerikanische Vizepräsident George Bush (sen.), nahmen an den Feierlichkeiten teil. Der Grund für die hochkarätige Besetzung, war dass der Museumsgründung eine großzügige Schenkung der amerikanischen Albers-Foundation zu Grunde lag.

Josef Albers
Großbildansicht Josef Albers

Josef Albers wurde am 19. März 1888 in Bottrop geboren. Er studierte an den Kunstakademien von Berlin, Essen und München. Später wurde er Lehrer am Bauhaus und blieb dort bis zu dessen Schließung durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933. Albers ging in die USA. Dort wurde er an das Black Mountain College in North Carolina berufen. Von 1949 bis 1959 stand er dem Art Department der Yale-Universität (New Haven, Connecticut, USA) vor und hatte zugleich zahlreiche Gastdozenturen - darunter an der renommierten Universität von Harvard.

Kameratemas im Museum.
Großbildansicht Großer Medienandrang am Tag der Museumseröffnung.

Bis zu seinem Tod im Jahre 1976 hatte Josef Albers Kontakt zu seiner Geburtsstadt gehalten. Bereits vier Jahre vor seinem Tod hatte er der Stadt mitgeteilt, dass er sich die Präsentation seiner Bilder in einer Galerie in Bottrop wünsche. Seine Witwe, Anni Albers, regte später an, neben der Yale-Universität auch in Europa ein Albers-Museum zu errichten. Dass die Wahl auf Bottrop fiel, obwohl auch andere Standorte zur Diskussion standen, hängt mit der engen Bindung des Künstlers zu seiner Heimatstadt zusammen. Albers hatte Bottrop ausdrücklich empfohlen.

Den Beschluss zum Bau des Museumskomplexes hatte der Rat der Stadt im Dezember 1977 gefällt. Der Wert der Bilder, die seitdem den Kern der Albers-Sammlung im Quadrat ausmachen, geht in die Millionenhöhe.

(25.06.2008)