Geschichte des Bergbaus

Doppel-Ausstellung im Kulturzentrum und Malakoffturm
in der Ausstellung
Großbildansicht Der Malakoffturm bietet den idealen Rahmen für den Ausstellungsteil "Unter Tage".

Der Bergbau in Bottrop feiert ein rundes Jubiläum. Vor 150 Jahren wurde mit der Gründung der Arenberg'schen Actiengesellschaft eine Tradition begründet, die bis heute anhält. Eine Ausstellung der Stadtarchivarin Heike Biskup geht der Geschichte und der Entwicklung des Bergbau nach. Unter dem Titel "Über Tage - Unter Tage" zeigen Dokumente und Bilder, wie stark Bottrop bis heute vom Bergbau geprägt ist.

Die Ausstellung ist so umfangreich geworden, dass sie an zwei Orten gezeigt wird. Der "Über Tage"-Teil ist im Kulturzentrum August Everding, Blumenstraße, zu sehen. Dass dieser mit vielen Texten ausgestattete Part trotzdem nutzerfreundlich geraten ist, ist der übersichtlichen Gestaltung der Ausstellungstafeln zu verdanken. Dort werden die ersten - noch erfolglosen - Bemühungen von 1840 dokumentiert, in der noch kleinen Gemeinde Bottrop mit dem Kohlebergbau Erfolg zu haben. Im Obergeschoss des Kulturzentrums werden Fotografien aus den verschiedenen Jahrzehnten des Bergbaus gegenübergestellt. Da sie aus jeweils der gleichen Perspektive aufgenommen wurden, lässt sich verfolgen, wie stark sich der Bergbau in das Stadtbild eingegraben hat.

Im Malakoffturm an der Knappenstraße wird der Ausstellungsteil "Unter Tage" gezeigt. Der Förderturm der ehemaligen Zeche "Prosper II" bietet die Atmosphäre, um einen Eindruck von der Arbeit in den Flözen zu erhalten. Fotografien aus dem Stadtarchiv und der DSK zeigen, wie hart die Arbeit für die Bergleute war und wie sie durch die technische Entwicklung verändert wurde. Zu den ausgestellten Werkzeugen und Ausrüstungsgegenständen gehören auch Grubenlampen des Bottroper Sammlers und ehemaligen Steigers Peter Hubig.

(04.05.2006)