Mit Memory für gesundes Essen

am Spieltisch
Anita Sählbrandt (links), Martin Günther und Stefanie Laupenmühlen wollen Kindern die gesunde Ernährung auf spielerische Weise näher bringen.

Der Rotary Club Gladbeck-Kirchhellen unterstützt das Gesundheitsamt der Stadt Bottrop bei seiner Präventionsarbeit zum Thema "Übergewicht bei Kindern" und sponsert für jede Bottroper Kindertagesstätte ein Ernährungsspiel, das sogenannte Ampel-Memory. Der Präsident des Rotary Clubs und Kinderarzt Martin Günther hat jetzt die 50 Memory-Spiele an Bottroper Kindertagesstätten verteilt. Gemeinsam mit Anita Sählbrandt vom Gesundheitsamt Bottrop will Günther so einen Beitrag zur gesunden Ernährung leisten.

Mit Hilfe des Ampel-Memorys erkennen Kinder spielerisch gesunde Ernährung. Die Ampelfarben verraten, wovon viel (grün) und wovon wenig (rot) gegessen werden sollte, um gesund und fit zu sein. Spielerisch soll hierbei das Wissen über gesunde Ernährung bei Kindergartenkindern erweitert werden. Dieses System der Kennzeichnung von Lebensmitteln entsprechend den Ampelfarben ist in England seit dem Jahre 2007 zur Verbraucherinformation umgesetzt. Durch seine einfache Einteilung ist das Ampelsystem gut für den Einsatz bei Kindern geeignet.

"Die Kinder sollen lernen, was gesund ist und was nicht so gesund ist", sagt Anita Sählbrandt. Die Ampelfarben sollen helfen, Dickmacher zu erkennen. Dabei geht es nicht darum, Gummibärchen und Pizza zu verbieten, sie sollen aber seltener gegessen werden als Äpfel und Tomaten.

Durch falsche Ernährung und mangelnde Bewegung gilt bereits jedes fünfte Kind in Deutschland als übergewichtig, mit steigender Tendenz in zunehmendem Alter. So fanden sich bei den Einschulungsuntersuchungen in Bottrop im Jahre 2008/2009 bereits 13 Prozent der Fünfjährigen übergewichtig. Davon 5,6 Prozent adipös. Die Präventionsarbeit zur Vermeidung von Übergewicht beginnt bereits im Kindergarten. Das Gesundheitsamt der Stadt Bottrop hat zur Unterstützung von Ernährungsprojekten in Kindergärten eine Materialkiste zum Thema Ernährung zusammengestellt. Diese kann über das Gesundheitsamt entliehen werden. Enthalten sind in der Materialkiste Bilderbücher zum Thema, Spiele rund um die Ernährung und Medientipps, Kopiervorlagen für die Erzieherinnen. Natürlich auch mehrere Exemplare des Ampel-Memorys. Unterstützung beim Einsatz der Materialkiste bekommen die Kindertagesstätten von der sozialmedizinischen Assistentin Stefanie Laupenmühlen aus dem Gesundheitsamt.

(15.01.2010)