NRW-Minister Voigtsberger besucht den Bernepark

Emschergenossenschaft gestaltete frühere Kläranlage Bernemündung mit Landesmitteln um
vier Männer
NRW-Minister Harry Voigtsberger (2.v.l.) lässt sich von Dr. Jochen Stemplewski (v.l.), Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, Oberbürgermeister Bernd Tischler und dem Landschaftsarchitekten Friedhelm Terfrüchte das Konzept des Berneparks erläutern.

Der nordrhein-westfälische Minister für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr, Harry K. Voigtsberger, hat den Bernepark im Bottroper Stadtteil Ebel besucht. Dr. Jochen Stemplewski, Vorstandsvorsitzender der Emschergenossenschaft, und Oberbürgermeister Bernd Tischler empfingen den Minister auf dem Gelände des ehemaligen Klärwerks Bernemündung. Die 1997 still gelegte Anlage wurde vor zwei Jahren von der Emschergenossenschaft zum Bernepark, einem Bürgerpark, umgebaut. Die Maßnahme kostete rund fünf Millionen Euro. An der Finanzierung hat sich das Land beteiligt.

Für Harry K. Voigtsberger war es der erste Besuch im Bernepark. Für den Minister war noch gut erkennbar, was einst zwei Klärbecken mit Durchmessern von 73 Metern waren: Das eine ist heute noch mit Wasser gefüllt – allerdings nicht mehr mit Abwasser, sondern mit sauberem Nass.

Das andere Becken wurde trocken gelegt und ist der Blickfang schlechthin im neuen Bernepark: Nach Entwürfen des niederländischen Künstlers Piet Oudolf wurde ein begehbarer „Senkgarten“ mit mehr als 20.000 Stauden und Gräsern errichtet, der in seiner Wirkung einem Amphitheater ähnelt. Aus dem einstigen Meideraum, der Emscherzone, ist längst ein Platz zum Verweilen geworden. Der Bernepark in Ebel ist ein wichtiges Portal auf der Emscher-Insel, die sich über 34 Kilometer entlang von Oberhausen bis nach Castrop-Rauxel erstreckt.

Früher eine Kläranlage

Die Kläranlage Bernemündung wurde in den 1950er-Jahren errichtet. Bei ihrer Inbetriebnahme war sie eine der modernsten in Deutschland. Als in den 1990er-Jahren im Zuge des Emscher-Umbaus die neue Großkläranlage Bottrop in der Welheimer Mark gebaut wurde, hatte das alte Klärwerk in Ebel ausgedient. 1997 wurde es stillgelegt und fiel in einen Dornröschenschlaf, bis es 2010 von der Emschergenossenschaft wieder wachgeküsst wurde.

Rund fünf Millionen Euro wurden in den Umbau investiert, gefördert wurde das Projekt vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sowie vom NRW-Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr.

Für die Stadt Bottrop bedeutet die Umgestaltung der denkmalgeschützten Kläranlage Bernemündung zum Bernepark ein deutliches Plus. Der neu gestaltete Park ist nicht nur eine Aufwertung für die Wohnqualität im Stadtteil Ebel. Der künstlerische Anspruch dieser Anlage zieht zudem Besucher aus dem ganzen Stadtgebiet an. Mit dem gastronomischen Konzept im ehemaligen Maschinenhaus weckt der Bernepark überregionales Interesse.

(12.04.2012)





 
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