"Dem Ruhri sein Revier"

Mit bekannten Orten des Ruhrgebietes und unter einem ironisch-liebevollen Blickwinkel beschäftigt sich die Ausstellung "Dem Ruhri sein Revier" in der Galerie im Kulturzentrum August Everding. Die Ausstellung nimmt in 50 Plakat-Motiven den Betrachter mit auf eine Reise durch die Erlebnislandschaft Ruhrgebiet.

Die Städtische Galerie präsentiert vom 18. Dezember 2009 bis zum 14. Februar 2010 das im Jahr 2006 begonnene Projekt des Leiters des "Kommunalen Kinos" Rudi Grande und des Essener Künstlers Rainer Rettinger. Bereits im Frühjahr 2007 wurde die Imagekampagne vom Verband "Pro Ruhrgebiet" ausgezeichnet und die beiden Ausstellungsmacher als "Botschafter des Ruhrgebiets" geehrt.

Die Ausstellung dokumentiert den einzigartigen Facettenreichtum und die geballte Kreativität des Reviers. Ob auf touristischem, kulturellem oder wirtschaftlichen Gebiet: immer noch trifft man auf alte Vorurteile gegenüber dem Ruhrgebiet. Diesen wollen Grand und Rettinger "authentisch, stolz und auch ein stückweit augenzwinkernd-selbstironisch begegnen". Sie meinen: "Schluss mit dem Schmuddel-Image, das einst zur Region gehörte."

Mit Witz, Charme und ausgefallenen Analogien wird das Ruhrtal zum "Land des großen Wassers", an dessen Ufern weiße Siedler ihre Zelte aufschlagen, das Motiv "Dem Ruhri sein Acapulco" befasst sich mit den hiesigen Kanalspringern, den "Clavadistas" des Reviers, die mit Hilfe de Madonna von Guadelupe ihre Sprünge wagen und vor Ort, am "Ruhri sein Lloret de Mar", die Zuschauer den Atem anhalten. Während weiter flussaufwärts am "Ruhri sein Ganges" tamilische Hindus den Bundesautobahnkilometer 46680 zu einer der spektakulärsten Treffpunkte des östlichen Ruhrgebiets gestalten.

Natürlich dürfen da auch zwei weithin bekannte Bottroper Marken nicht fehlen: "Dem Ruhri sein Guggenheim" (das Josef Albers Museum Quadrat) und "Dem Ruhri sein Gizeh" (das Tetraeder auf der Halde an der Beckstraße).

(10.12.2009)