Die ungewöhnlichsten Hotelzimmer der Republik
Noch ist das Parkhotel auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage Bernemündung im Bottroper Stadtteil Ebel gar nicht fertig, und doch erreichen die verantwortliche Emschergenossenschaft bereits heute schon zahlreiche Anfragen von interessierten Bürgern. "Viele haben in der Zeitung von dem Projekt, dem Schlafen in Kanalröhren, gelesen und wollen nun wissen, wann sie sich selber einmal dort betten können", sagt Ilias Abawi, Sprecher der Emschergenossenschaft, auf deren Gelände das Vorhaben derzeit umgesetzt wird.
In den vergangenen Tagen konnte man schon einen ersten Eindruck davon gewinnen, wie die ungewöhnlichsten Hotelzimmer in der Republik einmal aussehen werden. Der verantwortliche Künstler Andreas Strauss aus Österreich arbeitet derzeit mit Hochdruck an der Einrichtung und Fertigstellung der Schlafräume. Diese sind recht spartanisch, aber funktional: Ein Bett, eine Lampe sowie ein kleiner Nachttisch. Um das Ambiente der Kanalrohre nicht zu verfremden, werden die Wände bewusst nicht tapeziert. Lediglich die Rückwand ist von einer Künstlerin bemalt worden: mit Synchronschwimmern im Klärbecken der früheren Abwasserkläranlage.
Ebenfalls angebaut sind nun auch die Türen zu den Zimmern, die über ein Nummernschloss verfügen. Wer im Parkhotel übernachten will, bucht über das Internet und erhält dabei einen Code. Diesen gibt er schließlich über ein Tastenfeld in das Schloss ein. "In Linz ist das Interesse der Menschen immer noch sehr groß", sagt Andreas Strauss. Dort, in seiner Heimat, betreibt der Künstler bereits seit einigen Jahren erfolgreich ein Parkhotel.
Offiziell eröffnet werden Parkhotel und BernePark laut Emschergenossenschaft im Oktober. Buchbar sollen die Schlafrohre allerdings erst ab Frühjahr 2011 sein, wenn das Wetter wieder milder wird. Betreiber des BerneParks wird die "Gafög" sein, sie unterhält auch die Gastronomie auf dem Gelände der alten Kläranlage. Dort, in dem früheren Betriebshaus, gibt es auch entsprechende Sanitäranlagen, die die Hotelgäste mit nutzen können.
Die Kläranlage Bernemündung ging in den 1950er-Jahren an den Start und galt damals als eine der modernsten ihrer Art in Deutschland. Mitte der 1990er-Jahre wurde sie jedoch stillgelegt, nachdem in Welheim die viel größere und mit einer biologischen Klärung ausgestattete neue Kläranlage Bottrop der Emschergenossenschaft in Betrieb genommen wurde. Seitdem verweilte die Bernemündung im Dornröschenschlaf. Aus diesem ist sie längst erwacht und mausert sich nun zum neuen BernePark.
Der Künstler Andreas Strauss arbeitet mit Hochdruck an der Fertigstellung der ungewöhnlichsten Hotelzimmer Deutschlands. (Foto: Ilias Abawi)
Ebenfalls angebaut sind nun auch die Türen zu den Zimmern, die über ein Nummernschloss verfügen. Wer im Parkhotel übernachten will, bucht über das Internet und erhält dabei einen Code. Diesen gibt er schließlich über ein Tastenfeld in das Schloss ein. "In Linz ist das Interesse der Menschen immer noch sehr groß", sagt Andreas Strauss. Dort, in seiner Heimat, betreibt der Künstler bereits seit einigen Jahren erfolgreich ein Parkhotel.
Offiziell eröffnet werden Parkhotel und BernePark laut Emschergenossenschaft im Oktober. Buchbar sollen die Schlafrohre allerdings erst ab Frühjahr 2011 sein, wenn das Wetter wieder milder wird. Betreiber des BerneParks wird die "Gafög" sein, sie unterhält auch die Gastronomie auf dem Gelände der alten Kläranlage. Dort, in dem früheren Betriebshaus, gibt es auch entsprechende Sanitäranlagen, die die Hotelgäste mit nutzen können.
Die Kläranlage Bernemündung ging in den 1950er-Jahren an den Start und galt damals als eine der modernsten ihrer Art in Deutschland. Mitte der 1990er-Jahre wurde sie jedoch stillgelegt, nachdem in Welheim die viel größere und mit einer biologischen Klärung ausgestattete neue Kläranlage Bottrop der Emschergenossenschaft in Betrieb genommen wurde. Seitdem verweilte die Bernemündung im Dornröschenschlaf. Aus diesem ist sie längst erwacht und mausert sich nun zum neuen BernePark.
(29.07.2010)

