Der Mammutbaum wird Leitbaum an der A42

Gelsenkirchen (straßen.nrw). Zypresse und Gingko hatten am Ende keine Chance: Der Urweltmammutbaum ist mit 83 Prozent der herausragende Sieger der Wahl zum neuen Leitbaum an der A42. Über 7.000 Menschen haben sich beim E Voting beteiligt: 6.323 mal wurde der Urweltmammutbaum angeklickt, 944 Stimmen oder 12,4 Prozent entfielen auf den Ginkgo und nur 4,4 Prozent (337 Stimmen) auf die Grüne Baumzypresse.
Im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft "A42 Parkautobahn" hat Straßen.NRW in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Bürgerinnen und Bürger des Ruhrgebietes entscheiden lassen, welcher Baum in regelmäßigen Abständen auf beiden Seiten der Autobahn gepflanzt dazu beitragen wird, der A42 ein individuelles, unverwechselbares Gesicht zu geben. Der neue Baum in der Gehölzfamilie entlang der Autobahn soll der Fahrt über den "Emscherschnellweg" einen Takt geben; er wird die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und so das Bewusstsein der Autofahrer für den Lebensraum zwischen Straßen und Stadtraum schärfen. Das Pflanzen eines neuen Leitbaumes ist Teil des Ruhr.2010 Projektes: Die A42 durchquert auf ihrem Weg quer durch das Ruhrgebiet den Emscher Landschaftspark und wird so zur "Parkautobahn". Mit dem Projekt will die Arbeitsgemeinschaft Parkautobahn deutlich machen, dass die A42 nicht nur ein Stück unverzichtbarer Verkehrsverbindung, sondern auch Teil des Emscher Landschaftsparks und der Metropole Ruhr ist.

Von den drei Bäumen Zypresse, Gingko, Urweltmammutbaum die vier Wochen lang zur Wahl standen, hat die "Metasequoia glyptostroboides" das schnellste Jugendwachstum. Der Urweltmammutbaum wird bis zu 35 Meter hoch und bis zu 10 Meter breit. Damit kann er ein deutliches Zeichen entlang der Autobahn setzen. Der erst 1941 in China entdeckte Baum war bis zu diesem Zeitpunkt nur aus fossilen Ablagerungen bekannt. Heute wird er in unseren Garten und Parkanlagen und im forstlichen Versuchsanbau kultiviert. Seine auffallend hellgrünen Nadeln verfärben sich im Herbst über Gelb bis Rotbraun. Im Winter dominiert sein gerader durchgehender Stamm mit auffallend rotbrauner Rinde. Der Urweltmammutbaum ist zuverlässig frosthart, stadtklimafest und bodentolerant. Er eignet sich besonders gut als Allee oder Straßenbaum, durch seine markante Gestalt kommt er an der Autobahn besonders gut zur Geltung.

Schon im Herbst will Straßen.NRW mit der Pflanzung der dann noch kleinen Bäumchen beginnen. "Die jungen Gehölze müssen noch wachsen, genauso wie das Gesamtprojekt 'Parkautobahn' sich erst nach und nach entwickeln und zeigen wird", ist Michael Gebert, Leiter der Straßen.NRW Niederlassung Ruhr, überzeugt. Trotzdem wird das Gesamtkonzept im Kulturhautstadtjahr 2010 schon in seinen Grundzügen zu erkennen sein: Die Gestaltung der Lärmschutzwände hat begonnen, die ersten Sichtfenster in die spannende, vom Umbruch gezeichneten Landschaft des Ruhrgebietes sind geöffnet.

Das gesamte, auf Nachhaltigkeit angelegte Konzept, auf das sich die Arbeitsgemeinschaft Parkautobahn geeinigt hat, sieht darüber hinaus vor, dass wiederkehrende, prägnante Baumreihen, Baumgruppen und Bodenmodellierungen zu "grünen" Symbolen für den regionalen Park werden. Zum Anderen wird es Schriftzüge und bauliche Gestaltungselemente in einer einheitlichen Farbe geben. Diese weisen jeweils am Beginn der Parkautobahn, an so genannten Parktankstellen und im Verlauf der Strecke auf den Park selbst, auf Landmarken oder andere Besonderheiten hin.

In der Arbeitgemeinschaft Parkautobahn sind der Regionalverband Ruhrgebiet, die Ruhr 2010, die Emschergenossenschaft, die Anrainer Städte, das Umweltministerium und das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein Westfalen sowie Straßen.NRW vertreten.

(02.09.2009)