"Facing the Past" - wo Geschichte wieder lebendig wird
Eine Animation unter freiem Himmel am 13. Juni im Stadtgarten
Noch bis zum 11. Juli ist die Ausstellung "Fremde - Feinde - Freunde. Franzosen in Bottrop und im Land an Emscher und Lippe vom 16. bis 21. Jahrhundert" im Museumszentrum Quadrat und im Kulturzentrum August Everding zu sehen. Am Sonntag, 13. Juni, findet in diesem Rahmen eine Veranstaltung im Grünen statt, die eine Zeitreise der besonderen Art verspricht. Der Düsseldorfer Historiker Martin Klöffler und seine Gruppe "Facing the Past" werden ab 11 Uhr im Stadtgarten auf der Wiese vor dem Overbeckshof vorführen, wie französische Landmesser im 18. Jahrhundert Karten angefertigt haben. Ende ist um 17 Uhr.
Dieses Thema ist auch in der Ausstellung mit originalen Karten und Plänen aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges eindrucksvoll dokumentiert. Dafür steht auch folgendes Dokument: "Den 4. Mai 1757: ...Es sind auch in seiner Suite 4 Ingenieur mit ihren Bedienten, welche sich im Dorf Lembeck eingeleget, gleich den Nachmittag aber, um den Dorf herum Linien abgestochen, Zeichen gelassen und zu Papier gebracht...". Zweifellos beschreibt hier der Chronist auf Schloss Lembeck die hohe Kunst der Landmesser im Dienste der Armee. Fast 80.000 Soldaten zogen im Mai 1757 durch Westfalen und das Vest Recklinghausen, ihr Marsch wurde von Feldmessern und Kartographen gründlich vorbereitet.
"Westphalen für den König von Frankreich erkunden", so ist die Veranstaltung am kommenden Sonntag überschrieben, bei der der Ingenieurgeograph mit seinen Bedienten mit Augenmaß, historischen Messgeräten und Hilfsmitteln einen Teil des Stadtgartens als Lager für ein französisches Bataillon absteckt. Man kann ihm auch in sein topographisches "Bureau" folgen, das er in einem originalgetreuen "Kapitainszelt" eingerichtet hat. Zu jeder vollen Stunde schlüpft Dr. Martin Klöffler, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der historischen Landvermessung, in die Rolle des Ingenieurgeographen, demonstriert die Techniken und gibt einen Einblick in das Leben der Offiziere im Felde.
Dieses Thema ist auch in der Ausstellung mit originalen Karten und Plänen aus der Zeit des Siebenjährigen Krieges eindrucksvoll dokumentiert. Dafür steht auch folgendes Dokument: "Den 4. Mai 1757: ...Es sind auch in seiner Suite 4 Ingenieur mit ihren Bedienten, welche sich im Dorf Lembeck eingeleget, gleich den Nachmittag aber, um den Dorf herum Linien abgestochen, Zeichen gelassen und zu Papier gebracht...". Zweifellos beschreibt hier der Chronist auf Schloss Lembeck die hohe Kunst der Landmesser im Dienste der Armee. Fast 80.000 Soldaten zogen im Mai 1757 durch Westfalen und das Vest Recklinghausen, ihr Marsch wurde von Feldmessern und Kartographen gründlich vorbereitet.
"Westphalen für den König von Frankreich erkunden", so ist die Veranstaltung am kommenden Sonntag überschrieben, bei der der Ingenieurgeograph mit seinen Bedienten mit Augenmaß, historischen Messgeräten und Hilfsmitteln einen Teil des Stadtgartens als Lager für ein französisches Bataillon absteckt. Man kann ihm auch in sein topographisches "Bureau" folgen, das er in einem originalgetreuen "Kapitainszelt" eingerichtet hat. Zu jeder vollen Stunde schlüpft Dr. Martin Klöffler, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der historischen Landvermessung, in die Rolle des Ingenieurgeographen, demonstriert die Techniken und gibt einen Einblick in das Leben der Offiziere im Felde.
(08.06.2010)


