Kläranlage wird zum Parkhotel
Ein Zimmer im Parkhotel an der ehemaligen Kläranlage Bernemündung hat einen Durchmesser von zwei Meter vierzig und wiegt etwa elf Tonnen. Der Ideengeber und Künstler Andreas Strauss hat jetzt Bottrop besucht, um die endgültigen Standorte der insgesamt fünf Parkhotel-Zimmer festzulegen.
Andreas Strauss (links) und Sebastian Ortmann wollen ein Hotel an der ehemaligen Kläranlage einrichten.
Zur Kulturhauptstadt Ruhr.2010 sollen die Besucher in gigantischen Kanalrohren übernachten. Für den aus Österreich stammenden Künstler fügen sich die drei Meter langen Betonröhren hervorragend in die Industriekultur des Ruhrgebiets ein. "Die Röhren sehen aus, als hätte sie jemand vergessen. Sie sind da, aber nicht wichtig", sagt Strauss, der ein ähnliches Projekt bereits in Österreich realisiert hat.
Mitinitiator des Parkhotels ist die Emschergenossenschaft. Für insgesamt fünf Millionen Euro soll das Gelände der 1997 still gelegten Kläranlage in einen Park umgewandelt werden. Die beiden Klärbecken werden von Landschaftskünstlern gestaltet und eine Lichtinstallation setzt die ehemalige Kläranlage in Szene. Sebastian Ortmann von der Pressestelle der Emschergenossenschaft will bis September im Bottroper Stadtteil Ebel "ein Tor zum Emschertal" schaffen. Mit großem Aufwand laufen seit einigen Jahren die Renaturierungsarbeiten des ehemaligen Abwasserflusses. Dabei werden die gleichen Betonröhren, die nun als Schlafstätte für Durchreisende dienen, zu tausenden verarbeitet.
Strauss setzt bei dem Bau in Bottrop auf die Erfahrungen in Österreich. Danach werden die Betonröhren mit einem Doppelbett, Strom und einem Internetanschluss ausgestattet. Buchen kann man die Zimmer über Internet. Per Email wird ein Zugangscode verschickt, der dann in die Tastatur an der Zimmertür eingegeben wird. Eine Rezeption und Hotelpersonal gibt es nicht. Den Preis für die Übernachtung bestimmen die Gäste selbst und lassen das Geld im Zimmer zurück. Dusche und Bad sucht man in der Betonröhre vergebens. Die Sanitäranlagen werden in dem Haupthaus der alten Kläranlage untergebracht.
Obwohl die Autobahn A 42 in unmittelbarer Nähe zum Parkhotel verläuft, versichert Strauss, dass man ruhig schlafen wird. "Die Röhren bestehen aus 20 Zentimeter Stahlbeton. Man fühlt sich darin wie in einer Höhle", sagt Strauss, der bereits mehrmals in einer seiner Betonröhren übernachtet hat.
Drei Zimmer hat Strauss in Österreich eingerichtet. 300 Buchungen hat er im vergangenen Jahr registriert. Wieviele Menschen dort tatsächlich übernachtet haben, kann er nicht sagen. Obwohl die Anlage weitgehend unbeobachtet genutzt wird, gebe es kaum Beschädigungen. Lediglich eine kleinere Schmiererei und einen versuchten Einbruch habe Strauss in den vergangenen Jahren hinnehmen müssen. Andreas Strauss hofft nun auf eine ähnlich gute Akzeptanz in Bottrop.
Bei der Suche nach geeigneten Betonröhren wurde der Künstler in Datteln fündig. Er habe sich für den etwas raueren Beton entschieden, so Strauss. Die Oberfläche der glatteren Röhren war ihm zu leblos. Auch bleibt der im Radius gebogene Fußboden bestehen. Er wird nicht begradigt, so dass die Besucher das Gefühl haben, durch einfache Gewichtsverlagerung die Röhre in eine Schaukelbewegung versetzen zu können. Angesichts des Gewichts sei dies aber aussichtslos, ist sich Andreas Strauss sicher.
Da es im Parkhotel keine Heizung geben wird, steht das Übernachtungsangebot nur saisonal zur Verfügung. Sebastian Ortmann von der Emschergenossenschaft rechnet damit, dass die Anlage in Bottrop einige Jahre bestehen bleiben wird. Die Touristen werden in den warmen Monaten dann den Ausblick über den neugestalteten Bernepark genießen können.
Mitinitiator des Parkhotels ist die Emschergenossenschaft. Für insgesamt fünf Millionen Euro soll das Gelände der 1997 still gelegten Kläranlage in einen Park umgewandelt werden. Die beiden Klärbecken werden von Landschaftskünstlern gestaltet und eine Lichtinstallation setzt die ehemalige Kläranlage in Szene. Sebastian Ortmann von der Pressestelle der Emschergenossenschaft will bis September im Bottroper Stadtteil Ebel "ein Tor zum Emschertal" schaffen. Mit großem Aufwand laufen seit einigen Jahren die Renaturierungsarbeiten des ehemaligen Abwasserflusses. Dabei werden die gleichen Betonröhren, die nun als Schlafstätte für Durchreisende dienen, zu tausenden verarbeitet.
Strauss setzt bei dem Bau in Bottrop auf die Erfahrungen in Österreich. Danach werden die Betonröhren mit einem Doppelbett, Strom und einem Internetanschluss ausgestattet. Buchen kann man die Zimmer über Internet. Per Email wird ein Zugangscode verschickt, der dann in die Tastatur an der Zimmertür eingegeben wird. Eine Rezeption und Hotelpersonal gibt es nicht. Den Preis für die Übernachtung bestimmen die Gäste selbst und lassen das Geld im Zimmer zurück. Dusche und Bad sucht man in der Betonröhre vergebens. Die Sanitäranlagen werden in dem Haupthaus der alten Kläranlage untergebracht.
Obwohl die Autobahn A 42 in unmittelbarer Nähe zum Parkhotel verläuft, versichert Strauss, dass man ruhig schlafen wird. "Die Röhren bestehen aus 20 Zentimeter Stahlbeton. Man fühlt sich darin wie in einer Höhle", sagt Strauss, der bereits mehrmals in einer seiner Betonröhren übernachtet hat.
Drei Zimmer hat Strauss in Österreich eingerichtet. 300 Buchungen hat er im vergangenen Jahr registriert. Wieviele Menschen dort tatsächlich übernachtet haben, kann er nicht sagen. Obwohl die Anlage weitgehend unbeobachtet genutzt wird, gebe es kaum Beschädigungen. Lediglich eine kleinere Schmiererei und einen versuchten Einbruch habe Strauss in den vergangenen Jahren hinnehmen müssen. Andreas Strauss hofft nun auf eine ähnlich gute Akzeptanz in Bottrop.
Bei der Suche nach geeigneten Betonröhren wurde der Künstler in Datteln fündig. Er habe sich für den etwas raueren Beton entschieden, so Strauss. Die Oberfläche der glatteren Röhren war ihm zu leblos. Auch bleibt der im Radius gebogene Fußboden bestehen. Er wird nicht begradigt, so dass die Besucher das Gefühl haben, durch einfache Gewichtsverlagerung die Röhre in eine Schaukelbewegung versetzen zu können. Angesichts des Gewichts sei dies aber aussichtslos, ist sich Andreas Strauss sicher.
Da es im Parkhotel keine Heizung geben wird, steht das Übernachtungsangebot nur saisonal zur Verfügung. Sebastian Ortmann von der Emschergenossenschaft rechnet damit, dass die Anlage in Bottrop einige Jahre bestehen bleiben wird. Die Touristen werden in den warmen Monaten dann den Ausblick über den neugestalteten Bernepark genießen können.
(17.03.2010)

