Dezernenten für langjährige Arbeit ausgezeichnet

Die städtischen Beigeordneten Willi Loeven und Paul Ketzer feiern Dienstjubiläen. Oberbürgermeister Bernd Tischler überreichte Kämmerer Willi Loeven eine Urkunde für 40 Jahre Pflichterfüllung. Der Erste Beigeordnete Paul Ketzer erhielt eine Auszeichnung für 25 Jahre Arbeit im öffentlichen Dienst.
drei Männer
Oberbürgermeister Bernd Tischler (Mitte) ehrt Willi Loeven (links) und Paul Ketzer für ihre langjährige Tätigkeit im öffentlichen Dienst.

Willi Loeven ist seit Beginn seines beruflichen Werdegangs bei der Stadt Bottrop beschäftigt. "Ich hatte immer eine große Ortsverbundenheit. Ich wollte nie in die Welt hinaus", sagt Loeven, der am 1. August 1971 als Verwaltungspraktikant anfing. Die Empfehlung eines Berufsberaters und der Wunsch, Dienst an der Gemeinschaft zu leisten, führten ihn ins Rathaus. Loeven bewährte sich in verschiedenen Ämtern. Die Vielschichtigkeit der Verwaltung habe ihm ermöglicht, alle fünf bis sieben Jahre eine anders gelagerte Tätigkeit auszufüllen. "Der ständige Wechsel der Aufgaben war immer ein Gewinn", betont Loeven.

Die Geldknappheit der Stadt hat den heutigen Kämmerer seine gesamte Laufbahn verfolgt. "Es hat keine Zeit gegeben, in der nicht über wirtschaftliche Optimierung gesprochen wurde", so der 56-jährige Loeven. Geändert habe sich aber das Verständnis in der Bürgerschaft für das, was möglich ist. "Es rückt zunehmend ins Bewusstsein, dass wir uns weg vom Versorgungsstaat hin zum Dienstleister entwickeln", meint Loeven.

Seit sieben Jahren bei der Stadtverwaltung Bottrop, aber seit 25 Jahren im öffentlichen Dienst, ist Paul Ketzer beschäftigt. Als gelernter Jurist hat er in verschiedenen Kommunen und kommunalen Verbänden Erfahrungen gesammelt. "Bottrop ist für mich die vierte Behörde und hoffentlich die letzte", sagt der 51-jährige Beigeordnete, der in Oberhausen-Sterkrade aufgewachsen ist. Nach seiner Wahl zum Dezernenten habe er sich schnell an seinem neuen Arbeitsplatz wohl gefühlt. "Ich bin angekommen", sagt er über seine Karriere. Dazu beigetragen haben der kollegiale Zusammenhalt im Rathaus und der angenehme Umgang zwischen Verwaltung und Politik. Auch der Kontakt zu den Bürgern und die Auswirkungen von Entscheidungen seien in Bottrop unmittelbarer als beispielsweise bei Landes- und Bundesbehörden, so Ketzer.

In diesem Jahr feiern einige Beschäftigte der Stadt Bottrop Dienstjubiläen. Ein Mitarbeiter ist seit 50 Jahren im öffentlichen Dienst. Auf 40 Jahre Tätigkeit blicken 21 Mitarbeiter zurück. 50 Angestellte und Beamte haben einen 25-jährigen Werdegang in der Verwaltung.

Werdegänge in Kürze

Willi Loeven wurde nach Abschluss der Realschule am 1. August 1971 als Verwaltungspraktikant angestellt. Loeven qualifizierte sich fünf Jahre später für den gehobenen nichttechnischen Dienst. Seine Verwaltungsstationen führten ihn ins Jugendamt, Personalamt und in das Amt für Informationsverarbeitung. 1996 trat Loeven in die Stadtkämmerei ein. Dort war er Controller und stellvertretender Leiter bevor er 1999 ins Hochbauamt wechselte. 2002 wurde Willi Loeven zum Leiter des Fachbereichs Zentrale Gebäudewirtschaft bestellt. Im Mai 2009 wurde der gebürtige Bottroper zum Beigeordneten ernannt und übernimmt seitdem die Aufgaben des Stadtkämmerers.

Paul Ketzer ist seit 25 Jahren im öffentlichen Dienst beschäftigt. Der gebürtige Oberhausener kam mit seiner Ernennung zum Beigeordneten 2005 ins Bottroper Rathaus. Sein Werdegang im öffentlichen Dienst begann 1986 als Rechtsreferendar im Landgerichtsbezirk Duisburg. Ketzer war anschließend juristischer Referent beim Landschaftsverband Rheinland bevor er 1990 Leiter des Rechtsamtes bei der Stadt Dinslaken wurde. 1999 wechselte Ketzer ebenfalls als Leiter des Rechts- und Versicherungsamts nach Mönchengladbach. Vor sechs Jahren hat der Rat der Stadt Bottrop ihn zum Beigeordneten gewählt. Im September 2009 wurde der Jurist zum Ersten Beigeordneten bestellt.

(19.09.2011)