Bischof Overbeck zum Antrittsbesuch im Rathaus

Der Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat sich in das Goldene Buch der Stadt Bottrop eingetragen. Anlässlich seines Antrittsbesuchs kam der ranghohe Kirchenmann aus Essen ins Rathaus. Oberbürgermeister Bernd Tischler wies auf die Tradition hin, dass sich wichtige Kirchenvertreter bei ihren Besuchen in Bottrop in das repräsentative Gästebuch der Stadt eintragen. So wurde 1964 der Besuch des Bischofs Dr. Franz Hengsbach zum Anlass genommen, die Tradition des Goldenen Buchs zu begründen. Bei seinem Deutschlandbesuch hat sich Papst Johannes Paul II. am 2. Mai 1987 in das Buch der Stadt eingetragen.

In seiner Begrüßungsrede wies Oberbürgermeister Bernd Tischler auf die Bedeutung der katholischen Kirche für Bottrop hin. Schon rein äußerlich sei dies an dem stadtbildprägenden Charakter der Kirchen zu erkennen. Auch im gesellschaftlichen Gefüge seien die kirchlichen Angebote eine tragende Säule. "Die Kirche ist unverzichtbar für das soziale und gesellschaftliche Gefüge unserer Stadt", so Tischler. Er wies auf die sozialen Probleme hin, die mit dem möglichen Auslaufen der Kohlesubvention in 2018 und dem damit verbundenen Verlust von Arbeitsplätzen auf Bottrop zukommen. "Es ist sehr wichtig, dass wir - die Stadt und die Kirche - bei der Lösung von Problemen zusammenarbeiten", sagte der Oberbürgermeister.

Bischof Franz-Josef Overbeck teilte die Einschätzungen des Oberbürgermeisters. "Die wirtschaftliche und demografische Entwicklung stellt uns vor große Herausforderungen. Dies gilt für die Stadt und für die Kirche", sagte der Bischof. Angesichts der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung habe er die Sorge, dass sich die Menschen radikalisieren könnten. Es sei wichtig, dass die Menschen gerecht behandelt werden und in Würde leben, so Overbeck.

Bischof Franz-Josef Overbeck trägt sich in das Goldene Buch der Stadt ein. Über diese Ehre freuen sich Oberbürgermeister Bernd Tischler (v.l.), Bürgermeister Klaus Strehl, Bürgermeisterin Monika Budke und Landtagsabgeordnete Cornelia Ruhkemper.

(24.06.2010)