Multireligiöse Feier führt Kulturen zusammen

Bei sonnigem Wetter veranstalteten am Sonntag, dem 25. April, die evangelische und die katholische Kirche in Zusammenarbeit mit dem Bergwerk und der Kokerei Prosper eine multireligiöse Feier auf der Tetraeder-Halde. Die Veranstaltung verband Gottesdienst, Familienfest und Solidaritätsaktion mit der Arbeitswelt unter der Thematik "Ökumene trifft Arbeitswelt".

Gottesdienst.
Großbildansicht Gottesdienst auf der Halde bei bestem Wetter.

Es war ein buntes Treiben von christlichen, evangelischen und muslimischen Besuchern, die die Attraktionen rund um das Tetraeder nutzten. Viele kamen, um beim 13. ökumenischen Familienfest zum Maifeiertag mitzumachen. Los ging es mit dem abwechslungsreichen Programm um 14 Uhr. Spektakulär waren die "Höhenretter" der Kokerei, die sich am Tetraeder abseilten. Viele der Zuschauer zitterten mit, bis alle Akteure wieder sicheren Boden unter ihren Füßen hatten.

Oberbürgermeister Bernd Tischler.
Großbildansicht Oberbürgermeister Bernd Tischler.

Vor allem die Kinder malten und bastelten auf dem "Markt der Möglichkeiten". Viel Spaß hatten sie auch beim Luftballonwettbewerb. Mit der Aufführung von Folkloretänzen versetzte eine türkische Tanzgruppe die Besucher in ausgelassene Stimmung.

Markus Masuth, Leiter der Betriebsdirektion Prosper, begrüßte um 17 Uhr die evangelischen, katholischen und muslimischen Besucher, die zum ökonomischen Gottesdienst die Halde bezwungen hatten. "Es ist ein schönes Gefühl, sich hier gemeinsam zu begegnen", hebt er in seiner Begrüßungsrede hervor.

Oberbürgermeister Bernd Tischler begrüßte anschließend die Zuhörer. Wichtig ist es für ihn, dass dieses kulturelle Ereignis gemeinsam auf die Beine gestellt wurde. "Ich sehe die kulturelle Vielfalt in Bottrop nicht als Problematik, sondern als Potential", so Tischler. Für die Bottroper stehe das Tetraeder als Symbol für den Strukturwandel. Bottrop sei Kind des Bergbaus, aber zum andern sei es eine Herausforderung, die Traditionen zu bewahren und Neues zu entwickeln.

In seiner Predigt erinnert Hans-Udo Schneider, Industrie- und Sozialpfarrer im evangelischen Kirchenkreis, dass die Politiker versprochen haben, das Ruhrgebiet nach dem Rückzug des Bergbaus nicht im Regen stehen zu lassen. Die Forderung des DGB zum 1. Mai "Gute Arbeit, gerechte Löhne und ein starker Sozialstaat" verdienten seiner Meinung nach Unterstützung.

(26.04.2010)