[19.02.2016 | 126]
[Stadt Bottrop] Stadtverwaltung

OB übernimmt prominente Rolle bei der Konferenz "Wege in die Zukunftsstadt"

Veranstaltung am 22. und 23. Februar in Berlin - Auf Podium und in Arbeitsgruppe
Einige Kommunen in Deutschland sind bereits auf dem Weg zur Zukunftsstadt – einem Weg, der durchaus anspruchsvoll ist. Nachhaltige Innovationen müssen schnell in der Breite etabliert werden gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und angepasst an sich mitunter rasant wandelnde Rahmenbedingungen. Mit der Konferenz „Wege in die Zukunftsstadt“ am 22. und 23. Februar in Berlin wird die "Innovationsplattform Zukunftsstadt" der Bundesregierung gestartet. Oberbürgermeister Bernd Tischler wird bei der Konferenz eine prominente Rolle spielen: Gemeinsam mit den Parlamentarischen Staatssekretären der gastgebenden Bundesministerien wird er das Eröffnungspodium bestreiten. Zudem wird Tischler in einer der vier Arbeitsgruppen den Eingangsbeitrag zum Thema „Integration als gesellschaftliche und planerische Herausforderung“ beisteuern.

Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sind nach Berlin eingeladen, praktische Erfahrungen bei der Umsetzung von Ideen und Innovationen auszutauschen, erprobte Lösungen kennenzulernen, Barrieren und Prioritäten zu diskutieren und konkrete Impulse für die künftige Arbeit der „Innovationsplattform Zukunftsstadt“ zu geben.

Die Diskussion ist wichtig, da weltweit mehr als die Hälfte, in Deutschland sogar drei von vier Menschen in Städten leben. Bis zum Jahr 2050 werden über 70 Prozent der Weltbevölkerung in Städten zu finden sein. Städte verbrauchen schon jetzt bis zu 80 Prozent der weltweit erzeugten Energie, erwirtschaften rund 80 Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts und sind für bis zu 70 Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes der Menschheit verantwortlich. Folgerichtig wird konstatiert: „Es sind die Städte, wo der Kampf um eine nachhaltige Entwicklung gewonnen oder verloren wird.“

Um das Ziel der „CO2-neutralen, klimaangepassten und energieeffizienten Stadt“ zu erreichen und die Zukunftsstadt zu verwirklichen, haben sich die Ressorts für Forschung, Umwelt, Bau, Wirtschaft und Verkehr in der Bundesregierung zusammen getan und Expertinnen und Experten zu einer "Nationalen Plattform Zukunftsstadt" eingeladen. Über 100 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben dort zwei Jahre lang in einem innovativen Agendaprozess – anwendungsorientiert, ressortübergreifend und transdisziplinär - beraten, welche die dringendsten Forschungsfragen sind, die gelöst werden müssen, um den nachhaltigem Umbau unserer Städte voran zu bringen. Ihre Antworten haben sie in ihrer "Strategischen Forschungs- und Innovationsagenda" (FINA) zusammengetragen.

Auf der Konferenz „Wege in die Zukunftsstadt“ mit rund 400 Teilnehmern aus Wissenschaft, Kommunen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft nimmt die "Innovationsplattform Zukunftsstadt" (IPZ) nun ihre Arbeit auf; gleichzeitig kommt das Wissenschaftsjahr 2015 „Zukunftsstadt“ zum Abschluss. Die Innovationsplattform wird konkrete Forschungsprojekte fördern und priorisierte Themen aus der FINA umsetzen. Dies soll im ständigen Dialog mit den Partnern aus Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft geschehen. Das Forschungsministerium trägt dazu in seiner "Leitinitiative Zukunftsstadt" in den nächsten fünf Jahren 150 Millionen Euro bei und startet jetzt eine erste Bekanntmachung für Themen der Energieeffizienz, der Klimaanpassung, des sozialen Zusammenhalts und der urbanen Mobilität. Auch weitere Ressorts werden Ihre Fördermittel entsprechend auf die Ziele der IPZ abstimmen.

Weitere Informationen im Internet unter "https://www.wege-in-die-zukunftsstadt.de/".


Zum Hintergrund:

Im Wettbewerb „Zukunftsstadt“ zeigen 51 Städte und Gemeinden, wie Forschung schon heute dazu beiträgt, Städte nachhaltig und lebenswert zu gestalten. Bürgerinnen und Bürger lösen gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft und Politik vor Ort die großen gesellschaftlichen Herausforderungen: Es geht um sichere Energie, um klimaangepasstes Bauen, es geht um Wohnen, Arbeiten, Freizeit, Kultur, Bildung, Mobilität und vieles mehr. Nach Abschluss der 1. Phase werden ab Sommer 2016 20 von einer Expertenjury ausgewählte Städte weiter an ihren Visionen 2030 arbeiten und diese in ein umsetzungsreifes Konzept überführen. In der 3. Phase ab 2018 werden schließlich acht ausgewählte Kommunen erste innovative Ideen in so genannten „Reallaboren“ in die Praxis umsetzen. Der Wettbewerb „Zukunftsstadt“ ist eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der mit der Konferenz „Wege in die Zukunftsstadt“ gestarteten Innovationsplattform „Zukunftsstadt“.
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